Infiziere andere! 7 Praxis-Tipps, die dich in der Krise aufbauen. #krisemeistern

Bitte infiziere andere.

 

Das klingt beim ersten Hinhören vielleicht seltsam und doch tun wir genau das täglich, auf die eine oder andere Weise, oft unbewusst. Gemeint ist damit, die Wirkung welche Mitmenschen, Medien und die darauffolgenden Gefühle auf uns haben. Das steckt an, färbt ab, hinterlässt Eindruck und Stimmung im einen wie im anderen Sinne. Wir selbst sind da natürlich eingeschlossen. Im üblichen Sprachgebrauch wird das Wort infizieren verwendet, wenn wir einen Krankheitserreger auf jemand anderen übertragen. Noch Anfang des Jahres wurde das Wort oft und gerne auch im positivsten Sinne verwendet.

 

Von Marion Kindl und Johannes Stark:

Lass die Funken sprühen.

Wie das mit dem Infizieren auf körperlicher Ebene vor sich geht, hören wir in letzter Zeit oft genug, wenn wir wollen tagein tagaus. Darüber wissen wir im allgemeinen Bescheid und können uns entsprechend verhalten.


Doch der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch und Blut allein. Da gibt es die unterschiedlichsten Ebenen infiziert zu werden und manchmal kann das sogar recht inspirierend sein. Auf menschlicher und mentaler Ebene beispielsweise, da spüren wir schnell, wenn wir infiziert worden sind, oft unmittelbar und im selben Augenblick. Da springt der berühmte Funke über und kann ein Feuer in uns entfachen und uns zum Starten bringen. Das kann ein Funke der Begeisterung sein, ein Funke der Inspiration, ein Funke der Hoffnung und schon fühlen wir uns anders als zuvor. Wacher, lebendiger, inspiriert. Du weißt wie sich das anfühlt: Jemand erzählt dir etwas zu einem Thema und die dabei versprühte Begeisterung kann im besten Fall ansteckend sein. Oft sagen wir dann: „Jetzt hast du mich angesteckt, das probiere ich jetzt auch.“ Das kann schnell gehen, wenn sich die richtigen treffen. Das müssen keine großen Dinge sein. Mich hat zum Beispiel vor einiger Zeit jemand mit dem kalt duschen regelrecht infiziert. Seit circa einem Jahr bin ich ein echter Fan geworden und ich gebe zu, ich habe schon etliche Personen in meinem Umkreis damit angesteckt. Das hat plötzlich um sich gegriffen und Menschen glücklicher und fitter gemacht.

Auftanken oder Abtanken?

Auf mentaler Ebene gibt es zwei Arten der Infizierung. Die eine ist inspirierend und wir spüren, wie wir auftanken und unsere Energie steigt, bei der anderen verlieren wir unmittelbar an kostbarer Lebensenergie. Es braucht an manchen Tagen nur ganz wenig und schon sind wir emotional mitten drin. Angesteckt. Infiziert. Auffallend schnell, geht das mit der Angst. Lassen wir uns erstmal von ihr infizieren, kann nur ein innerer Schutzschild, Marke Eigenbau oder Abstand zu Energiefressern und Angstmachern helfen. Sind wir nicht hellwach und aufmerksam, passiert es ganz leicht, dass wir uns anstecken lassen. Wie oft spüren wir das in Gesprächen, Bildern, Nachrichten? Das kann schnell gehen. Die Angst flammt auf und hat uns schnell. Dann sind wir auch infiziert und können den restlichen Tag gleich den Fischen geben. Im Nachhinein wissen wir, das Gespräch hätte ich mir sparen können. Die Information war mir zu viel. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht, …
dazu kommt meist noch ein kleineres oder größeres Denkvirus und hat uns das erstmal im Griff, kann es wild zugehen in unserem Kopf. Unser Stimmungsparameter fällt und wir sind auch für andere hochansteckend. Das liegt in der Luft und es kann gut sein, dass der nächste ohne vorherige Bestellung eine Portion davon abbekommt.

Den Fokus lenken.

Es kann vieles sein, ein Tipp, eine Inspiration, ein gutes Gespräch, ein Rezept, Musik, Stille, … das unseren Fokus lenken und uns inspirieren kann. Diese Art der Ansteckung brauchen wir jetzt mehr denn je. Von diesen Möglichkeiten gibt es mindestens genauso viele, wie Viren an der Zahl. Schöpfen wir aus Kraftquellen dieser Art, profitiert auch unser Immunsystem nachweislich davon. Für meinen Teil kann ich sagen, ich nehme diese Alternativen regelmäßig in Anspruch. Ja, ich richte schon immer und jetzt ganz besonders meinen Fokus darauf. Alles andere kann ich mir als Unternehmerin und Mensch auf Dauer nicht leisten.

Kennst du den größten Treiber – im Verkauf.

Im Marketing (Verkauf) wirkt Angst als einer der größten Treiber, um Kunden zum Handeln/Kaufen zu bewegen: Nur heute …, nur noch kurze Zeit …, solange der Vorrat reicht … usw. Auf den Social-Media-Kanälen, haben wir Angst etwas zu verpassen, wir haben Angst alt zu werden, krank zu werden, …, etc. Wenn wir es zulassen, ist das Spiel mit der Angst im Grunde endlos. Führt uns ein Leben lang an der Nase, bis wir das Spiel durchschauen.

Wähle von zwei Optionen.

Gehst du in die Angst – wie so viele andere auch? Bist du außer dir und somit außen gesteuert.
Oder du konzentrierst dich auf dich und dein Tun? Viele starten gerade jetzt voll durch. Es ist eine Freude zu sehen, wie innovativ manche Menschen jetzt sind. Neue Projekte werden entwickelt und gehen aktuell durch die Decke – wirtschaftlich und emotional.

Diese 7 Praxis-Tipps helfen dir, neu zu starten:

  • Konzentriere dich auf dich und deine Projekte.
  • Lass dich nicht ablenken – die Versuchung ist aktuell sehr groß.
  • Strukturiere dich. Was möchtest du jetzt angehen?
  • Richte deinen Fokus aus. Wohin geht deine Aufmerksamkeit?
  • Finde Klarheit. Das Gebot der Stunde.
  • Lass dich nicht von der Angst anderer infizieren. Schütze dich.
  • Orientiere dich an deinem Gefühl, an deiner Freude.


Alles wächst mit Aufmerksamkeit.

Was passiert, wenn Aufmerksamkeit auf ein Thema gerichtet wird? Wird das Thema dann größer oder kleiner? Richtig: Es wird größer.
Was passiert, wenn du dir tagein, tagaus das Thema Corona (Angst) reinziehst? Richtig: Irgendwann hat dich die Angst infiziert und breitet sich erfolgreich aus.

Das Allerwichtigste – in jeder Krise.

Erinnere dich jeden Tag mehrmals daran: Gesundheit ist ein Naturgesetz – von Natur aus gegeben. Krankheit ist es nicht. Wenn du Lösungen suchst, dann sei dir bewusst, dass dein Verstand in Sachen Zukunft kein guter Ratgeber ist. Der Verstand hat grundsätzlich keine Lösung parat, für Situationen die er nicht kennt. Da drehen wir uns Kreis.
Hier ein paar faszinierende Techniken die helfen können, mit denen dein Verstand aber rein gar nichts anfangen kann:

 

  • Abstand nehmen zu der Situation
  • Eine Denkpause einlegen (Nicht darüber nachzudenken)
  • Sein lassen was ist.


Du schaffst dabei Raum. Für eine Idee, einen Einfall. Vielleicht hast du den Impuls jemand anzurufen oder du hörst einen Beitrag, der aktuell hilfreich sein kann. Da ergeben sich oft Lösungen, an die du niemals gedacht hättest. Glaube an dich. Vertraue dir.

Den Sumpf verlassen.

Was oft helfen kann, dem Spaß mehr Raum zu geben. Spaß hat keine Altersbegrenzung. Tue etwas was dir Freude macht. Ein Spaziergang im Wald, eine Pause ohne Ablenkung und mache dich frei von allem. Da kann Inspiration entstehen. Plötzlich fällt dir ein, wie es gehen könnte. Und dann gehe weiter. Schritt für Schritt.

Keine Angst.

Ist es nicht ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft, dass wir ständig in der Angst leben? Ja, sogar ein Hohn dem Leben gegenüber, bei all bei dem Schönen was sich uns auch zeigt. Wer Lust auf ständiges Drama hat, wird andere damit anstecken. Jeder kann für sich wählen, wie er sich ausrichtet, welches Maß persönlich zuträglich und gesund ist. Nicht blauäugig aber sehr bewusst durch das Leben zu gehen, könnte zur neuen Manier werden. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Auch wenn die Zukunft aktuell nicht planbar ist und im Grunde noch nie wahr, tun wir gut daran, wenn wir uns keine Angst einjagen lassen und keine verbreiten. Denn diese ist bekanntlich kein guter Ratgeber. Wenn uns die Zeiten auch emotional durchschütteln, so liegt es doch an jedem Einzelnen wie wir mit der Veränderung umgehen. Wir sind imstande mit unserer Haltung und unserer Ausrichtung immer wieder eine neutrale Position einzunehmen um Neues entstehen zu lassen. Ein dramareduzierteres Leben wäre jedenfalls wesentlich gesünder und entspricht unserem inneren Kern als Mensch.

Sei der Meister.

Warte nicht auf die Meisterlösung im außen. Sei der Meister, indem du die anstehenden Situationen Stück für Stück meisterst. Dazu müssen wir klar sein. Klarheit entsteht meist nicht aus einem mehr an Informationen, sondern aus der bewussten Sondierung dieser. Drück auf stopp, wenn es genug ist. Sich im positivsten Sinne infizieren zu lassen, kann uns stärken und am Ende viel mehr bringen als bestens informiert zu sein. Wähle weise und mit Bedacht, wie du deine Aufmerksamkeit verteilst. Lassen wir uns nicht klein kriegen und auffressen von der Angst. Lass dich nicht 24/7 von ihr reiten. Denn wir sind imstande Veränderungen erfolgreich zu begegnen und können unseren Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft leisten, wenn wir Abstand nehmen vom destruktivem hin zum konstruktiven. Es tun sich Wege auf, wenn wir diese Kunst wieder neu erlernen.

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