Neue Ideen finden #kreativ

Neuen Ideen auf der Spur-

 

Ideen auf Knopfdruck, die gibt es ohne Zweifel. Ein Funke der hell leuchtet, eine Inspiration aus dem Nichts, die uns Einsicht gewährt und mit der wir hoffnungsvoll weitergehen können. Gerne hätten wir sie öfter Ideen dieser Art, um mit Problemen und Herausforderungen zeitgemäß, passend und schnell umzugehen. Gerade wenn Planbarkeit fehlt und wir auf uns zurückgeworfen sind, sind neue Ideen stark gefragt. Manche von ihnen entpuppen sich als reine Kopfgeburten, entspringen oft dem Geist der Vergangenheit und sind für aktuelle Situationen unbrauchbar. Andere kennen wir als abgenützte Kopien. Wie also werden neue Ideen geboren und was können wir zu einem best förderlichen Nährboden beitragen?

 

Von Marion Kindl und Johannes Stark:

 

Wenn der Kopf blockiert.

 

Wirklich neue Ideen entstehen, reifen und ergeben sich, wenn man die Zeitgeschichte und Ihre Entwicklungen genauer ansieht. Die Überstrapaze unseres Geistes erschwert uns den Zugang zu neuem gewaltig, macht neue Ideen schier unmöglich. Auch wer sie noch so verzweifelt sucht, findet oft oder gerade aus diesem Grund wenig bis gar keinen Zugang.

 

Ganz im Gegenteil, wenn der Kopf raucht und der Gedankenstrom zunimmt, rücken neue Ideen und Lösungen oft in nicht absehbare Ferne. Und doch, der Mensch ist darauf ausgerichtet sich neu zu erfinden und kann Veränderungen erfolgreich bestehen, wäre dem nicht so, würden wir längst nicht mehr existieren.

 

Einstein ist Zeuge.

 

Genialität entsteht im leeren Raum, berichten die Genies. Bekanntlich hatte Albert Einstein die größten Ideen und Durchbrüche in der Badewanne oder nach einem langen Spaziergang. Immer öfter hören und lesen wir von einem Intelligenzfeld, das wir anzapfen können und das sich uns auftut, wenn wir aufhören verkrampft zu suchen. Wem es möglich ist die Gedankenkraft zeitweise und regelmäßig herunterzufahren, schafft gute Voraussetzungen für Geistesblitze und neue Ideen. Da fällt mir die Geschichte ein die man sich über Apple erzählt. Als Steve Jobs, bei der Suche nach einem Logo, ein Apfel auf den Kopf gefallen sein soll. Wer weiß, was uns noch alles einfällt?

 

Drei Tipps können dabei durchaus hilfreich sein:

  • Im hier und heute präsent sein (heute ist heute. Was kommt, werden wir sehen).
  • Das Denken herunterfahren (Konsum an Informationen auf gesundes Maß beschränken).
  • Das Thema anschauen und sein lassen (nichts hineininterpretieren).

 

Umfragen bei Managern und Führungskräften besagen, die besten Ideen ergeben sich …

 

... beim Autofahren

... im Garten

... bei einer Tätigkeit, wenn sie nicht über das Thema nachdenken.

 

Auch Freischaffende der aktuellen Zeit beschreiben, dass oft erst im Gedanken-reduzierten Zustand, wenn der Kopf keine Idee mehr hat, höchste Kreativität zum Vorschein kommt. „Wenn ich merke, dass ich am Ende einer Methode ankomme, setzt Langeweile ein und aus dieser kann ein neues Werk entstehen“, so beschreibt es einer der Künstler.

 

Wer erstmal diese Qualität der Ideenwelt kennt, spürt den Unterschied. Es einer Idee anzumerken, ob sie fließt oder zum verkrampften Kopfkino wird.

 

Die Freiheit der Idee.

 

Mit all der Hektik im innen und außen und der Geschäftigkeit die wir oft noch zusätzlich selbst erzeugen, steuern wir auf eine unkreative Gesellschaft zu. Mit offenen Fragen leben zu können, ist eine Fähigkeit, die wir uns wieder angedeihen lassen sollten, um Antworten entstehen zu lassen, die wir noch nicht kennen, die hilfreich sind und uns entsprechen.

 

Der leere Raum.

 

Ist eine Lösung im außen auf kurz oder lang nicht sichtbar oder unter Umständen gar nicht mit ihr zu rechnen, sind wir auf uns zurückgeworfen. Antworten und Lösungen holt man sich heute blitzschnell aus dem Netz. Doch brauchbare Ideen mit Qualität, die zu einer Situation passen, in der wir uns so bisher noch nie befunden haben, lassen sich weder googln noch vorhersagen. Es kann stärkend und hilfreich sein den inneren Kompass wieder zu aktivieren, um Lösungen entstehen zu lassen, die sinnvoll und praktikabel sind. Doch für neue Wege und Ideen braucht es einen möglichst gedankenleeren Raum, einen wachen Geist und Distanz um neue Lösungsvarianten auftauchen zu lassen. Wenn wir gar nicht vom Fleck kommen oder uns im Kreis drehen, kann es durchaus sehr hilfreich sein, sich eine andere Meinung einzuholen um stockendende Prozesse wieder ins Fließen zu bringen.

 

Das Neues und die Unsicherheitstolleranz.

 

Kreativität ist ohne ein großes Maß an Unsicherheitstolleranz schlicht und einfach nicht möglich, sagt. Dr. Natalie Knapp in ihrem Buch „Der unendliche Augenblick. Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll für uns sind“. Ein Buch das ich sehr empfehlen kann.

 

„… Unsicherheit hingegen führt zu einer Art hellwacher Spannung. Das mag sich unangenehm anfühlen, ist aber die Grundstimmung von Kreativität.“ Dr. Natalie Knapp

 

Ein gesunder Cut.

 

Solange wir in der üblichen Gedankenschleife gefangen sind, sind wir meist Wiederholer von gewohnten Gedanken, unserem Umfeld, unseres Mitbewerbers. Um auf neue Ideen und zu kommen, müssen wir aus dieser Schleife heraus und Neuland betreten.

 

Was neuen Ideen ihren Weg erschwert, können Quantenphysik und etliche Studien leicht erklären. An einem Mangel an Gedanken, liegt es jedenfalls nicht, davon haben wir mehr, als den meisten von uns liebt ist. Eine Studie aus der Quantenphysik zeigt, wir denken zu sechzig bis achtzig Prozent genau dieselben Gedanken wie am Vortag. Reine Wiederholung. Halleluja. Fünfzehn Prozent davon sind positiv. Aus diesem Schlamassel kommen wir nur wieder raus, wenn wir einen Cut machen. Neues ausprobieren, altes Weglassen, bestehendes immer wieder auf Tauglichkeit prüfen. Besser jetzt als dann.

 

Fruchtbarer Boden.

 

Günstige Voraussetzungen und einen fruchtbaren Boden für neue Ideen zu schaffen, kann unter anderem heißen klare Entscheidungen zu treffen! Uns von Ballast zu trennen und abzulassen von allem, was uns hindert oder nicht mehr dienlich ist. In Kombination mit Gedankenhygiene kann sich dabei so manches Wunder zeigen.

 

Glücklicherweise sind wir dabei Medien und Werbung nicht hilflos ausgeliefert. Sind wir bewusst und ausreichend diszipliniert, drücken wir den roten Knopf, wenn es genug ist mit den Informationen von außen. Es liegt an uns, wie viel wir von unserer kostbaren Aufmerksamkeit auf das außen richten wollen.

 

Wenn es gelingt einen stillen Raum in uns zu schaffen unterbrechen wir den Strom der inneren Unruhe und der Gedankenfülle. Vorausgesetzt wir suchen Kreativität nicht dort, wo sie nicht zu finden ist.

 

Sie ist da!

 

Hat die neue Idee erstmal ihren Weg über die Grenzlinie des bisher Gültigen geschafft, wird sie zuerst auf Hirn, Herz, Lukrativität und Machbarkeit geprüft. Ist sie tatsächlich neu und veränderungsfähig, wird sie mit größten Widerständen konfrontiert sein. Wie so oft, sind wir auf das höchste Maß herausgefordert, wenn etwas Neues sich den Weg bahnt und Altes ersetzt. Und doch rufen die aktuellen Zeiten förmlich nach neuen Ideen.

 

Immer dann, wenn altes ausgedient hat oder große Veränderungen anstehen, brauchen wir sie um vorwärtszukommen. Genau da, fallen wir oft aus Wolken und Komfortzone, unsere Wandlungsfähigkeit ist auf den Prüfstein gestellt. Aus bisherigen Erfahrungen wissen wir, eine neue Idee will gehütet werden, sie braucht Zeit zum Reifen um zum optimalen Zeitpunkt umgesetzt zu werden.

 

Auf höchste Qualität achten.

 

Lockerheit, Entspanntheit und Freude sind höchst förderliche Qualitäten auf die wir bei uns und unserem Umfeld achten können. Denn was uns umgibt, prägt und beeinflusst unseren Output enorm. Es liegt im Urkern des Menschen an Situationen zu wachsen und kreative Lösungen zu finden. Werden Urvertrauen und Zuversicht in uns gestärkt, achten wir gut auf uns und unseren Konsum in jeglicher Hinsicht, kann Kreativität fließen und neue Ideen entstehen. Wir wissen intuitiv, was der nächste Schritt ist und bleiben handlungsfähig.

 

Wir dürfen uns zutrauen, mit Situationen, auch wenn sie schwierig scheinen, umzugehen. Improvisation gehört bei neuem dazu, wie das Amen im Gebet.

 

Am ersten Wurf brauchen wir nicht zu stolpern oder hängen bleiben. Da darf gefeilt, getüftelt und die eine und andere Nacht darüber geschlafen werden.

 

Kreative am Start.

 

Bleiben wir dran und entwickeln uns mit der Idee weiter, kommt oft unvorhersehbares ins Spiel und es zeichnen sich Lösungen ab, mit denen wir nie gerechnet hätten. Die wahrhaft Kreativen lassen sich nicht unterkriegen, sondern kommen oft gerade in Zeiten der Herausforderung an den Start.

 

Die Zeiten rufen gerade nach Veränderung und neuen Ideen. Wer es schafft die Informationsfülle auf ein gesundes Maß zu beschränken, Augen und Ohren für neue Möglichkeiten offen hält, kann eventuell sogar Chancen sehen. In Zeiten der Veränderung wird unsere Wandlungsfähigkeit auf den Prüfstein gestellt. Große Ideen entstehen oft in Krisenzeiten und können gänzlich neues einleiten.

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