freust du dich?

Griaß di. Eine Osterhasen-Familie im Krokus-Blumen-Meer. Was dieses Bild mit den neuen Power-Texten zu tun hat? Nichts, aber nett ists, gell? Ich wünsche dir viele Impulse mit den aktuellen Power-Texten ...

 

 

Mit diesen Themen:

 

 

Naturgesetze wirken immer
Vorfreude
"Ich bin gesund!" Eine Illusion.
"Wir werden gewinnen!" Schön getäuscht.
Bleib im Fluss
Böse Vogel, armer Fisch. Ups.
Angebote von Johannes Stark

 

 

 

Naturgesetze wirken immer

 

 

Sie sind faszinierend, weil wir ihnen unterliegen, ob wir sie kennen oder nicht, sie wirken immer. Wenn wir wissen, wie diese Mechanismen auf unser Leben wirken, privat und beruflich, dann werden wir freier, leichter, geschmeidiger, gelöster, fließender, erfolgreicher, entspannter.

 
Beispiel: Das Gesetz der Anziehung/Resonanz, das Sog erzeugt. Der Rhythmus, der zwischen den zwei Polen plus und minus hin und her pendelt und damit die ausgeglichene Mitte entstehen lässt. Das Gesetz des Flusses, der immer während fließt und nach Klarheit, Fülle, Gesundheit, innerem Wachstum und äußerer Entwicklung strebt. Druck und Gegendruck: wenn unser Ego Druck macht, entsteht Gegendruck, sobald aber natürlicher Druck entsteht, dient dies der Veränderung und Entwicklung. Das Bewusstsein, das Neues schafft und Veränderungen bewirkt. Unser aller Naturell - absolut individuell, das niemals lügt. Das Gesetz der Einheit, das alles verbindet und die Illusion der Trennung verschwinden lässt. Das Gesetz der Vergänglichkeit, das den Lauf der Zeit immerwährend entstehen und vergehen lässt. Und das Gesetz der bedingungsfreien Liebe, was eigentlich das größte und bedeutendste Naturgesetz ist, aus dem alles entsteht, gedeiht und lebt.

 

Heute beschreibe ich das Naturgesetz der umgekehrten Wirkung. Kling kompliziert, ist es aber nicht. Mit diesem Naturgesetz legen wir uns selbst immer wieder ein Ei. Gemeint ist aber nicht ein schönes Osterei, sondern Steine, die wir uns unwissend in den Weg werfen.

 

 

Die Vorfreude

 

 

Warum bleibt es manchmal nur bei der Vorfreude, ohne dass sie sich erfüllt?
Manchmal freuen wir uns auf ein zukünftiges Ereignis. Wir haben eine genaue Vorstellung davon, wie sich die Dinge entwickeln werden – und dann kommt es plötzlich doch anders. Wir malen uns einen Verlauf aus, der sich dann leider nicht erfüllt.

 
Und manchmal glauben wir, den derzeit guten Lauf beibehalten zu können, doch plötzlich wendet sich das Blatt. Komisch, auf einmal ist es wie verhext. Und ein anderes Mal sagen wir: Das muss jetzt klappen! – Und was erleben wir? Das genaue Gegenteil.

 

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Diesen simplen Spruch kennen wir alle. Doch da steckt ordentlich Kraft und Dynamit dahinter: ein handfestes Naturgesetz, das wir ganz oft gegen uns selbst verwenden.

 

 

"Ich bin gesund!" Eine Illusion!

 

 

Beispiel I:
 Im Januar 2003 wurde bei Anastacia (US-amerikanischen Sängerin) Brustkrebs diagnostiziert, der mit einer Operation im Februar 2003 behandelt wurde. Danach fühlte sie sich geheilt und verkündet dies lauthals.
 Im Februar 2013 sagte sie ihre geplante Europatournee ab, da bei ihr erneut Brustkrebs diagnostiziert worden war. Inzwischen gab sie bekannt, dass sie sich einer neuerlichen Operation unterzogen habe.
 Diesen Samstag in einer Fernsehshow verkündet sie "wieder" überdimensional positiv: "Ich bin gesund, ich weiß, wie es geht, den Krebs zu heilen. Mir geht es soooooo gut." Solche Aussagen sind sehr gefährlich.

 

 

"Wir werden gewinnen!" Schön getäuscht!

 

 

 Beispiel II:
 Kürzlich hat uns die Fußballmannschaft des FC Salzburg wunderbar vorgeführt, was wir auch in unserem eigenen Leben immer wieder erfahren.
 Ein Spiel im März, bei dem schon im Vorfeld jeder noch so große Pessimist kundtat: Salzburg wird gewinnen. Alle befragten Experten waren sich vor dem Spiel einig: Salzburg gewinnt gegen den FC Basel – die Frage ist nur, wie hoch.
Ich bin vor dem Fernseher leicht zusammengezuckt, weil ich weiß, welches Naturgesetz hier mitspielt. Ich sagte zu mir selbst: „Hoffentlich sind sich die alle nicht zuuuuu sicher.“
Dann kam das Spiel – und es war eine absolute Katastrophe. Die Salzburger hatten überhaupt keinen Fluss und konnten eigene Chancen nicht wie gewohnt verwerten. Ein riesiger, dicker Wurm war im Spiel. Die Niederlage war bitter und alle waren untröstlich. Was war passiert?

 

Leider berücksichtigt niemand das wichtige Naturgesetz der selbst produzierten Gegensätze. Alle haben es vor diesem Spiel tatkräftig verschrien und so das Ereignis mitgestaltet. Wir haben gar keine Ahnung, wie sehr wir durch unsere Haltung und Sichtweise im Vorfeld den Fluss der Dinge maßgeblich beeinflussen bzw. stören.
 Ganz unbewusst klopfen wir oft auf Holz, wenn wir eine Situation zu positiv beschreiben (weil wir insgeheim wissen, dass sie sich genau dann dreht), um nicht das Gegenteil heraufzubeschwören.
 Schon vor über 3000 Jahren hat jemand gesagt: „Du sollst dir kein Bildnis machen.“ Denn durch das Bild, die Vorstellung verschiebst und verzerrst du die Wirklichkeit. Sobald wir uns ein Bild davon machen, wie es werden wird, kommt es umgekehrt.

 

 

Bleib im Fluss

 

 

Die Dinge auf sich zukommen lassen.

Im Heute leben, nicht auf morgen warten.
Das Morgen zwar planen, sich drauf freuen, aber keinesfalls mit Emotionen (Vorstellungen, Erwartung, Bewertung: gut oder schlecht) füttern.
Sich kein Bild darüber machen, wie es werden wird.
Hoffnung zu haben ist gut – eine Erwartung daran zu binden, ist absolut schädlich.

 

Die meisterhafte Haltung wäre: „Schauen wir mal, wie es kommt. Es kommt, wie es kommt. Ich nehme es dann an, wie es ist.“
Nur so ist der Fluss ungestört und die Dinge können frei fließen.
 Immer dann, wenn wir die Dinge bewerten („Das wird sicher klappen!“), dreht sich die Situation um – und es klappt eben nicht.
Wenn wir glauben, etwas kommt gut, dann kommt es plötzlich schlecht.
Im Buddhismus heißt es: Wer das „Gute“ setzt (sagt), der hat das „Schlechte“ soeben geboren. Auf Deutsch: Wenn du etwas als gut definierst, dann erzeugst du in genau diesem Moment das Gegenteil.

 

 

Böser Vogel, armer Fisch. Ups.

 

Beispiel III:
Am Strand des Meeres wohnten drei alte Mönche. Sie waren so weise und fromm, dass jeden Tag ein kleines Wunder für sie geschah. Wenn sie nämlich morgens ihre Andacht verrichtet hatten und zum Bade gingen, hängten sie ihre Mäntel in den Wind. Und die Mäntel blieben im Wind schweben, bis die Mönche wiederkamen, um sie zu holen.

 
Eines Tages, als sie sich wieder in den Wellen erfrischten, sahen sie einen großen Seeadler übers Meer fliegen. Plötzlich stieß er auf das Wasser herunter, und als er sich wieder erhob, hielt er einen zappelnden Fisch im Schnabel.
Der eine Mönch sagte: „Böser Vogel!“ Da fiel sein Mantel aus dem Wind zur Erde nieder, wo er liegen blieb.
Der zweite Mönch sagte: „Du armer Fisch!“ – Und auch sein Mantel löste sich und fiel auf die Erde.
Der dritte Mönch sah dem enteilenden Vogel nach, der den Fisch im Schnabel trug. Er sah ihn kleiner und kleiner werden und endlich im Morgenlicht verschwinden. Der Mönch schwieg – sein Mantel blieb im Winde hängen.

 

An diesem Beispiel sehen wir: Wenn wir die Dinge nicht als gut oder als schlecht bewerten (was der dritte Mönch konnte), dann bleiben sie im Fluss.

 

Darum wünsche ich dir, dass du nicht alles in gut oder noch besser bewerten und dies dann lauthals rausposaunen musst. Am allermeisten wünsche ich dir, dass du im Lauf/Fluss des Lebens bleibst. Ich wünsche dir nicht allzu viele emotionale Höhenflüge, was gleichzeitig bedeutet, dass du auch nicht allzu viele Abstürze erleben musst. Und da wären wir schon beim nächsten Naturgesetz :-). Das ist aber wie gesagt, ein anderes.