gute Arbeitgeber

Es riecht nach Herbst. Diese Woche ist es zwar noch ziemlich heiß, aber das ändert sich bald wieder. Meine Mutter hat in meiner Kindheit immer gesagt: „Ab Anfang August ist es Herbst.“ Ich hab mir dabei immer gedacht: „Ja, ja, jetzt ist mal noch Sommer.“ Aber sie hatte recht. Die Nächte werden kühler, die Schatten auf den Bergen werden länger und die Luft wird würziger und klarer. Ein Schauspiel für alle, die hinschauen können.

Irgendwie ändert sich alles am laufenden Band, nie bleibt es so, wie es ist. Das ist – leider oder Gott sei Dank – die Realität. In diesem Sinne wünsche ich dir viel Freude mit den neuen Power-Texten.

 

 

 

Die Themen:

 

 

1.) So einfach ist es, die Welt in Ordnung zu bringen

3.) Sind die Früchte reif, die du pflückst?

4.) Schlüssel verloren

5.) Seine Kunden drohen ihm

6.) Gute Arbeitgeber sind

7.) Wenn ich ein Gebet hätte, dann wäre es dieses:

8.) Volle Energie im Alltag

9.) Sommergespräch … wie finde ich die richtigen Geschäfts-Partner?
 

 

 

So einfach ist es, die Welt in Ordnung zu bringen

 

 

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Lust  zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte.   Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.   Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.   Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."

 

 

 

Sind die Früchte reif, die du pflückst?

 

 

Vor circa einem Monat war ich im Kärntner Beerengarten: Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Ribisel, soweit das Auge reicht – ein unglaublicher Genuss, den man nicht beschreiben kann. Hast du schon mal in eine zuckersüße, total reife Brombeere (vom Strauch) gebissen?

 

Schön zu beobachten: Die ganz reifen Früchte sind sehr, sehr leicht zu pflücken. Sie fallen einem praktisch in die Hand, schmecken absolut „wow!“. Will man eine noch nicht so reife Frucht pflücken, muss man ziehen und den Druck erhöhen, und der Geschmack ist deutlich anders als bei den ganz, ganz reifen Früchten.

 

So geht es uns doch im Alltag auch. Wenn wir gewisse Dinge umsetzen möchten, ist es das eine Mal ganz leicht, es flutscht, und ein anderes Mal muss man ziehen und drücken und das Resultat schmeckt dann aber doch nicht besonders.

 

Beispiele:

- der Haus- oder Wohnungskauf
- das Krisen-Gespräch mit dem Banker
- die Kündigung im Job
- der berufliche Umstieg
- die Beförderung eines Mitarbeiters
- die Umsetzung einer ganz speziellen Idee
- der Zusammenschluss mit einer zweiten Firma
- die Neugründung eines Unternehmens
- der ganz persönliche Urlaub
- die Aufstockung des Teams

 

Ist es schon an der Zeit, diese Dinge zu pflücken (umzusetzen), oder braucht es noch etwas Dünger, Pflege oder Zeit?

 

Reifen lassen: Die Sache noch etwas wachsen lassen. Seiner Intuition gemäß handeln. Die Wurzel (die Idee) hegen und pflegen. Düngen (beobachten) und wertfrei hinschauen, wie die Sache steht. Keinen Druck aufbauen und schauen, wie sich die Frucht entwickelt, ohne daran zu ziehen. Erkennen, ob die Idee schon reif zur Ernte (Umsetzung) ist oder noch nicht. Dazu brauchen wir allerdings ein gewisses Maß an Ruhe in uns selbst.

 

Und was noch sehr schön zu beobachten ist: Die Himbeere macht sich keine Gedanken darüber, wer sie pflückt, ob sie direkt gegessen wird, in der Marmelade oder auf einem Kuchen landet. Oder ob die Bienen sie verspeisen. Sie tut, was sie tut. Sie wächst, gedeiht und strebt lediglich der absoluten Reife entgegen. Sie verwendet ihre Energie zur Reifung.

 

Machst du das auch? Oder ist der Vorsatz dabei, was du damit alles erreichen musst/willst? Ist Druck im Spiel und erwartest du viel? Wer es macht wie die Himbeere, die Brombeere, die Heidelbeere, die Ribisel, die Erdbeere und überhaupt alles in der Natur, der minimiert seinen Energieaufwand um ein Vielfaches und bekommt um vieles mehr Ertrag.

 

Dazu passt ein Gedicht von Julius Sturm:
„Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht; die Quelle rinnt und fragt nicht, wem sie rauscht; die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt; o sorge, Herz, dass gleiches Tun dir glückt.“

 

Der Beerengarten in Villach/Kärnten hat übrigens noch bis Mitte bzw. Ende September geöffnet.

 

 

Schlüssel verloren

 

 

Gestern hab ich meinen Schlüssel verlegt. „Wer suchet, der findet“, sagt man. Stimmt leider nicht. Ich hab überall gesucht, auch dort, wo er sicher nicht sein konnte. Wie vom Erdboden verschluckt. Habe mir dann gedacht: „Okay, dann eben nicht, ich nehme den Reserveschlüssel, er wird schon auftauchen.“ Und – oh Wunder – fünf Minuten später liegt er vor meiner Nase. „Das Ende des Suchens ermöglicht erst das Finden.“ Ein natürliches Phänomen.   Ein schönes kleines Beispiel, das wir alle schon so oft erlebt haben. Es würde uns zeigen, was im Nicht-alles-sofort-lösen-Müssen liegt. Manche Dinge lösen/finden sich von selbst, man muss es nur auch sein lassen können und nicht zu wichtig nehmen. Auf einmal liegt es da – vor unserer Nase.

 

 

Seine Kunden drohen ihm

 

 

Ein Hotelchef erzählt: Er sei immer öfter mit Kunden konfrontiert, die ihm bei der Abrechnung sagen: „Wenn Sie mir 100 Euro nachlassen, dann stelle ich keine schlechte Bewertung über das Hotel ins Internet.“ Ein superschönes Beispiel dafür, was passiert, wenn wir unklar werden. Sobald Chefs unklar sind, entstehen solche Geschwüre und Krankheiten. Der Unternehmer ist der Kopf vom Fisch, und wenn dieser beginnt, übel zu riechen, dann passieren solche Sachen. Unklar sein, den Überblick verlieren, im eigenen Saft (Alltag) schmoren – und schon steht man auf einmal mit solcher Kundschaft in Resonanz und zieht sie förmlich an. Wow, was für ein Paradies für meine Firmen-Coachings! Ein Traum, hier Klarheit zu schaffen und aufzuräumen.

 

 

6.) Gute Arbeitgeber sind

 

 

Was macht den Erfolg eines Unternehmens aus? Eine gute Geschäftsidee? Der Ideale Standort? Die richtige Marketingkampagne? Oder ein ambitionierter Expansionskurs? Das alles sind wohl wichtige Faktoren. Tatsächlich nutzen aber ausgeklügelte Strategien wenig, wenn die Mitarbeiter nicht mitspielen. Als Arbeitgeber ist es um so wichtiger, seine Mitarbeiter zu fördern, zu fordern und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Und vor allem muss man aufmerksam sein, welche Stimmung im Unternehmen herrscht. Inkompetente Führungskräfte, teamunfähige Kollegen oder ein vergiftetes Umfeld können so manchen motivierten Mitarbeiter vertreiben. Das ist freilich nicht das Ziel der Sache. Weiß ein Arbeitgeber jedoch, was die eigenen Mitarbeiter bewegt, welche Fortbildung sie gerne machen würden und wo der Schuh drückt, dann hat man schon viel gewonnen.

 

Denn Studien zeigen, dass durch motivierte Mitarbeiter signifikante Wettbewerbsvorteile entstehen. Wenn Respekt, Fairness, Teamgeist und Spaß an der Arbeit vorherrschen. Dann sind Mitarbeiter kreativer, produktiver und stolz auf das was sie tun. Damit schließt sich der Kreis und allen geht es gut. Dem Mitarbeiter, den Führungsleuten im Unternehmen und schlussendlich auch dem Kunden. Lieferanten werden ohnehin in diesen Prozess miteinbezogen. (gefunden in der Kronenzeitung / Text Monika Langthaler zum Thema Nachhaltigkeit). Übrigens, nach diesen Grundsätzen strebt auch das Teamcoaching von Johannes Stark.

 

 

Wenn ich ein Gebet hätte, dann wäre es dieses:

 

 

Lieber Gott, bewahre mich vor dem Verlangen  nach Liebe, Anerkennung oder Wertschätzung. Amen. (Byron Katie) (übersetzt: lass mich frei sein von äußerer Annerkennung, lass mich in mir finden, was ich suche.)

 

 

Volle Energie im Alltag

 

 

„Wenn es uns gelingt, die Kluft zwischen unseren Erwartungen und dem, was wir tatsächlich tun, zu beseitigen, fließt unsere gesamte Energie in unser Tun, im Augenblick.“ (Bernard Glassmann). Ich würde das gerne weiterspinnen: wenn es uns gelingt, die Kluft zwischen dem, was wir „haben wollen“ und dem was wir „bereits haben“ zu beseitigen, entsteht automatisch Fülle.

 

 

Sommergespräch … wie finde ich die richtigen Geschäfts-Partner?

 

 

Ein Unternehmer und seine Frau erwerben vor acht Jahren einen Betrieb, den sie weiterführen. Eine kleine Bäckerei, die sich auf feinste Bioprodukte spezialisiert. Mit seiner Frau und einigen Mitarbeiter bemüht Gerhard, der Chef, sich Tag für Tag um das Wohl der Kundschaft. Er hat zehn Wiederverkäufer und mit sieben davon ist die Zusammenarbeit äußerst mühsam. Er versucht verzweifelt, sie zu animieren und auf seine Produkte einzuschwören. Er klagt, dass er damit nicht weiterkommt, da die Mühe zu groß sei und das Resultat zu gering ausfalle. „Es ist ihnen einfach nicht wichtig genug, und der Umgang mit meinen Produkten ist überhaupt nicht zufriedenstellend. Was soll ich tun und wie kann ich diese Leute begeistern? Ich weiß mir langsam keinen Rat mehr.“

 

Ich: „Hast du das Gefühl, dass die schlechten Wiederverkäufer deine Produkte lieben, schätzen und ehren?“

 

Gerhard: „Nein, das tun sich nicht.“

 

Ich: „Gibt es Geschäfte, wo für dich die Zusammenarbeit zufriedenstellend ist, wo die Wertschätzung passt, die Zahlen (Umsatz und Ertrag) stimmen und es ein fließendes Miteinander gibt?“

 

Gerhard: „Ja, es sind drei von den insgesamt zehn Geschäften, die wirklich super sind. An denen ich Freude habe und wo der Lohn unserer Arbeit ein großes Maß an Wertschätzung ist. Bei den anderen sieben Geschäften ist es grenzwertig, die Retouren sind viel zu hoch, die Mitarbeiter in diesen Geschäften sind überhaupt nicht interessiert, und es treten immer wieder Probleme auf.“

 

Ich: „Es gibt also drei von den zehn Wiederverkäufer-Geschäften, bei denen dein Gedanke – hochwertiges Brot- und Gebäck in Bio-Qualität – bis zum Endkunden weitergetragen wird.“

 

Gerhard: „Ja und da funktioniert es auch supergut.“

 

Ich: „Und bei den anderen sieben Wiederverkäufern ist diese Kette unterbrochen. Dein Gedanke und das Streben nach höchster Qualität gehen dort nicht bis zum Endkunden durch.

 

Gerhard: „Ja, so ist es. Und was soll ich tun?“

 

Ich: „Wow, und da liegt auch schon die Lösung! Du brauchst Leute – Wiederverkäufer –, die das mögen, was du machst, die es lieben und gerne weitertragen, voll hinter der Sache stehen und dies auch leben. Du musst ganz klar sein. Klare Spielregeln, wie und mit wem du arbeiten möchtest und mit wem nicht. Wie der Ablauf ist und wo die Grenzen liegen und was zu tun ist, wenn diese überschritten werden. Das ist eigentlich schon alles. Du brauchst richtige Partner (Wiederverkäufer) keine scheinbaren. Mit Menschen, die das nicht sind, drehst du dich im Kreis, und der Aufwand wird höher und höher. Da gibt es keine Kompromisse.“

 

Gerhard: „Klingt einfach.“

 

Ich: „Ist es im Grunde auch. Die Umsetzung fordert von dir allerdings Disziplin, Klarheit und 100-prozentige Treue dir selbst gegenüber.“