Lebensfreude pur

 

Es sind die Unterschiede und die Vielfalt, die unser Leben farbig machen.

Wir müssen nicht sein wie andere. Wichtiger ist es, sich selbst anzunehmen und andere so sein zu lassen, wie sie sind.

Zwischenmenschliche Beziehungen, Jobs und Projekte sind wie ein Reisezug. Man fährt eine Zeit lang mit, dann steigt man in einen anderen Zug um – fährt weiter. Manchmal fährt man ewig mit demselben Zug – in einer Lebensbeziehung.

Spannend wird es, wenn man mit Menschen in Kontakt kommt, die so ganz anders sind als man selbst. Genau dann beginnen Akzeptanz und das So-Sein-Lassen des Andersdenkenden.

 

Wünsche dir viel Freude mit den neuen Power-Texten.

 

 

 

 

Lebensfreude

 

 

 

Britt Kanja … ihre Lebenseinstellung spricht jeden an, der sein Leben liebt und es aktiv gestalten möchte. Dies ist eine Anleitung für wahre Lebensfreude.

 

„Die Liebe zu sich selbst ist entscheidend. Nicht Ich-Bezogenheit, sondern die Fähigkeit, seine Talente zu erkennen. …

 

Ich hole Menschen aus ihrem engen Denken heraus

 

Ich kann mich einfach nicht anpassen, bin nicht wie andere. Das entspricht nicht meiner Natur. In dieser Hinsicht bin ich mir treu geblieben. Und wenn jemand schief schaut, lächle ich einfach und die Bosheit ist meist wie weggewischt. Ich hole Menschen aus ihrem engen Denken heraus. Überall gibt es Menschen, die Freude suchen.

 

Ich bin lieber im Fluss und lerne aus tiefer Gelassenheit

 

Ruhiges Rentendasein? Nein, das wäre für mich der größte Horror. Ich schrieb mich in der Medienakademie ein, erlernte die Grafik- und Filmkunst. Das war das Härteste, was ich mir je angetan habe. Inzwischen mache ich Filme und Medien-Installationen.

Für mich ist alles, was ich mache, spielerisch. Jene, die auf Kosten des Lebens ihr Leben einrichten und dann Verlorene in der Eile der Zeit sind – das ist nicht meins.

Ich bin lieber im Fluss und lerne jeden Tag in glücklicher Gelassenheit, ganz ich selbst zu sein.

Ich würde nie meinen Exmann verklagen, um Geld zu bekommen, das gibt ein schlechtes Karma. Solche Sachen liegen nicht auf meinem Weg.

 

Was ich brauche, kommt sowieso zu mir

 

Bei großen Erfolgen bin ich mir stets bewusst gewesen, dass jeder Erfolg eine Herausforderung an die Bescheidenheit ist. Und was ich brauche, kommt sowieso zu mir. Tatsächlicher Reichtum bedeutet für mich, lebensbereichernde Ideen umsetzen zu können – und auch Gleichgesinnte zu treffen, mit denen Gestaltung möglich ist. Gemeinschaft zu erzeugen ist Teil meines Seins. Diesbezüglich bin ich reich beschenkt worden. Just let the sparks fly – lass einfach die Funken sprühen.“ (Auszug ... Zeitschrift Donna)

 

Britt Kanja, 65, ist Künstlerin,
Exzentrikerin, Paradiesvogel
und vieles mehr ...


 

 

Das Leben zeigt dir die Richtung, erkennst du sie?

 

Der Hund des Meisters liebte den Abendspaziergang mit seinem Herrchen. Wie ein Pfeil schoss er dann auf einen Stock zu, hob ihn auf und rannte wieder zurück, wedelte begeistert mit dem Schwanz und wartete voller Vorfreude auf das dann folgende Spiel.

An dem betreffenden Abend dieser Geschichte lud der Meister einen seiner besten Schüler ein, ihn auf dem Abendspaziergang zu begleiten.

Den Jungen – intelligent, wie er war – verwirrten oft die Widersprüchlichkeiten der buddhistischen Lehre.

 

„Du musst verstehen“, begann der Lehrer, „dass Worte nur Wegweiser sind. Worte und Symbole dürfen nie die Wahrheit verhüllen. Schau, ich zeige es dir“, sagte er und rief seinen fröhlichen Hund zu sich.

„Komm, bring mir den Mond“, sagte er zu dem Hund und wies auf den vollen Mond.

„Wo schaut mein Hund nun hin?“, fragte der Lehrer den klugen Schüler.

„Er schaut auf Euren Finger.“

„Genau! Sei nicht so wie mein Hund! Du sollst den weisenden Finger nicht mit dem Gegenstand verwechseln, auf den er weist. All unsere Worte sind nichts anderes als Wegweiser. Jeder Mensch erkämpft sich seinen Weg durch die Worte des anderen, um zu seiner eigenen Wahrheit zu gelangen.“

 

Schau nicht auf den Stock (auf die Situation), schau auf den Mond (dahin, was dir das Leben zeigt).

 

 

Wegweiser sind beispielsweise …

 

… wenn es Schwierigkeiten gibt. Probleme haben einen tieferen Grund. Bleib nicht an der Oberfläche und im Detail hängen. Nimm Abstand, erkenne die Zusammenhänge.

1.) Nimm die gegebene Situation an. Sie ist schon, wie sie ist, kämpfe nicht gegen das Hier und Jetzt. Der Moment ist schon so, wie er ist.

2.) Überlege, was du tun kannst. Ist es besser zu handeln oder abzuwarten und die Dinge laufen zu lassen? Deine innere Stimme (Intuition) hat die Antwort.

3.) Wenn du nichts ändern kannst, die Situation unerträglich für dich ist und du immer mehr Schaden nimmst, dann verlasse die Situation. Geh aber nicht ins Jammertal, denn dann richtest du Negativität gegen dich selbst und dein Ego wird aufgeblasen.

 

… wenn du krank wirst/bist. Das Leben will dir etwas sagen/aufzeigen. Symptome werden sichtbar. Es sind aber nicht die Symptome, die zu behandeln sind, sondern die Ursache. Immer mehr Ärzte und auch die traditionelle chinesische Heilkunst suchen und behandeln hauptsächlich die Ursache. Ja, es stimmt: Es gibt auch Krankheiten, die wollen/sollen nicht geheilt werden. Die haben ihren tiefen Sinn im Sein, im Annehmen, in einer Lern-Lektion – auch dann, wenn wir es nicht sofort erkennen.

 

… wenn du intensives Leid erlebst. Manche Menschen lernen/erkennen Dinge in ihrem Leben nur auf diese Weise. Es gibt auch noch einen zweiten Weg, sich weiterzuentwickeln und zu lernen: Es ist das aktivierte Bewusstsein, der wache Geist, das klare Hinschauen, das Erkennen und Verstehen – so ersparst du dir den Leidensweg.

 

… wenn eine Beziehung (geschäftlich oder privat) kompliziert ist/wird und du die Verantwortung hauptsächlich nur im Anderen sehen kannst. Erkenne, dass dich dein Gegenüber ununterbrochen spiegelt. Er/Sie zeigt dir dich selbst – hält dir deinen Spiegel vor. Dinge, die dich am anderen aufregen, wo du Widerstände setzt, diese Themen sind in dir selbst aktuell und präsent. Dein Gegenüber hat dich nur gespiegelt. Erkenne dies und wenn notwendig, handle. Es gibt zwei Möglichkeiten: mit dem Reisezug weiterfahren oder aussteigen.

 

… wenn du Misserfolg hast. Schau nicht auf den Misserfolg, sondern schau darauf, was ihn auslöst, und auf die Zeitqualität, den Fluss sowie auf dein Naturell. Wenn du genau hinschaust, erkennst du die Zusammenhänge.

 

… wenn dein Leben im Moment wunderbar fließt. Bleib bescheiden. Sei dir bewusst: Alles vergeht, nichts bleibt. Genieße den Augenblick, das Jetzt, den Moment – alles fließt zu dir und wieder von dir weg.

 

… wenn du durch materiellen Wohlstand überheblich wirst. Denk daran: Geld verdirbt nie einen Charakter, es macht ihn nur sichtbar.

 


 Vergiss niemals ...

... lass es fließen. ES wirkt!