loslassen klingt einfach

Servus, heute gibt es wieder eine ordentliche Portion Power-Texte. Ich liebe es, zu geben, am liebsten auf höchstem Niveau. Wie der Bauer, der Roggen sät, wenn er Roggen ernten möchte. In diesem Sinn, viel Freude mit allem, was du hier findest :-)

 

 

 

Bei ihr ist der Wohlstand eingezogen

 

 

Es war eine Bauersfrau, die in ihrem Haus nur Unglück hatte und zusehen musste, wie ihr Vermögen immer weniger wurde und ihr Anwesen immer mehr verlotterte.
 Da ging sie in den Wald hinaus zu einem alten Einsiedler und erzählte ihm von ihrem Kummer. Sie sagte: „Die Zeiten sind schlecht, kannst Du mir denn nicht helfen?“

 
Der weise Mann gab ihr ein kleines verschlossenes Kästchen und sprach zu ihr: „Du musst dieses Kästchen dreimal am Tag und dreimal in der Nacht im ganzen Haus herumtragen, in der Küche, im Keller, im Stall und in jedem Winkel, dann wird es schon besser gehen. Bring mir in einem Jahr das Kästchen wieder zurück.“

 
Die Frau befolgte den Rat des Einsiedlers ganz genau und trug das Kästchen fleißig umher. Dabei entdeckte und sah sie vieles, was ihr vorher unbekannt gewesen war. Als ein Jahr um war, brachte sie dem Einsiedler das Kästchen zurück und sagte: „Hab Dank guter Mann, Dein Kästchen hat mir sehr geholfen. Bei mir ist der Wohlstand wieder eingezogen, und mein Haus ist gut bestellt. Doch, sag an, was ist denn drin in Deinem Zauberkästchen, das solche Wunder vollbringen kann?“
Da lächelte der alte Einsiedler und sagte: „Das Kästchen ist leer, das Wunder hast Du selbst vollbracht, weil Du Dich noch mehr um Dein Haus gekümmert hast als zuvor und überall nach dem Rechten gesehen hast!“ (Nach Grimms Märchen).

 

 

Loslassen: Klingt einfach

 

 

Von Frau Sch.
„Durch Zufall passierte es vor wenigen Tagen, dass mir ein Kutscher, der von meiner Beziehung zu Pferden wusste, die Leinen seines Gespanns in die Hände drückte und meinte: ,So, jetzt fahr’ du!‘ Das Erste, was mir aus meiner Zeit des Fahrenlernens wieder einfiel, war: ,Loslassen, nachgeben und im richtigen Moment die Leinen wieder aufnehmen.‘

Was wir für die richtige Führung eines Pferdegespanns anwenden, sollten wir auch im Leben umsetzen. Denn auch hier heißt es die Balance zu finden zwischen Annehmen und Loslassen, zwischen Sich-Durchsetzen und Nachgeben, zwischen Geben und Nehmen, zwischen Kommen und Gehen, und nicht zuletzt zwischen Sich-Aussprechen und Zuhören.

 

Ich weiß nicht, ob es in Vor-TV-Zeiten leichter war, miteinander zu kommunizieren, und ich weiß nicht, ob der Zusammenhalt der Menschen in den sogenannten ,schlechten Zeiten‘ wirklich besser war als heute in Zeiten der Reizüberflutung, des Wohlstandes und der Ego-Trips.

 

Es ist einfach nur alles transparenter geworden, öffentlicher, allgemeiner. Wir maßen uns Urteile an, nicht selten aufgrund von Gerüchten; wir glauben, nur weil es uns via Medien zugetragen wird, über Hinz und Kunz (sprich Caroline und August, Camilla und Charles usw.) Bescheid zu wissen. Dabei hätten wir mit dem eigenen Leben genug zu tun, denn es fordert uns im Kleinen, Alltäglichen; in den Zwiespältigkeiten mit dem Partner, mit den Kindern, mit KollegInnen oder dem Chef – und es lehrt uns: Je besser wir uns darauf einstellen, dass nichts Beständigkeit hat, weil man selbst und auch alle anderen einer ständigen Veränderung unterzogen sind, je mehr wir uns bemühen, einerseits für andere da zu sein, ihnen zuzuhören, andererseits aber auch Hilfe zu empfangen, Vertrauen zu festigen, eben anzunehmen und loszulassen, desto positiver werden wir dem Leben gegenüberstehen und die oft gestellte Frage

 

,Warum passiert das gerade mir?‘ wird nicht mehr so schwer wiegen, weil wir schon des Öfteren im Nachhinein erkannt haben, dass manche Dinge geschehen, weil es so sein musste. Nicht selten gelangen wir zum Schluss, dass das Missverständnis, der Streit, ja sogar die Krankheit sinnvoll waren an diesem (Wende-)Punkt unseres Lebens. Aber wir wollen auch das Schöne, das Erfreuliche gerne annehmen.“

 

 

Hilfe, die will mir was verkaufen
 

 

(Dieser Text ist nichts für verkrampfte Spezialisten)

Kürzlich läutet es an meiner Türe. Ich mache auf und sehe eine Frau mit einigen Broschüren in der Hand. Sie legt gleich los (meine Gedanken während des Gespräches sind in Klammern angeführt):

 

„Wir haben für Sie ein Gratis-Angebot (oh!), das Sie probieren können. Ein Elektrosmog-Analysator (ups, habe ich ein Problem oder wird mir da gerade eines eingeredet?), der misst die Strahlen in Ihrem Haus und es sind ja viele Häuser verstrahlt und das ist schädlich und natürlich bieten wir auch die entsprechenden Produkte dazu an! (Gott sei Dank, da bin ich aber froh. Was täte ich ohne diese Frau?) Sie wissen ja nicht, wie stark der Elektrosmog in Ihrem Haus ist und welche nachteiligen Wirkungen das auf Sie hat. (Vielleicht bin ich froh, dass ich das nicht weiß. Wissen ist ja gut und schön – nicht alles zu wissen, macht aber doch auch nichts.) Und das hat auch gesundheitliche Nachteile! (Meint sie den Elektrosmog oder ihr Zuschütten mit Infos, nach denen ich gar nicht gefragt habe?). Das messen wir natürlich alles.

 

(Das glaube ich sofort. Wie der Arzt, der sagt: Gesunde Menschen sind jene, die noch nicht ausführlich genug untersucht worden sind. Oh Gott, wie komme ich aus diesem komischen Volltexter-Verkaufsgespräch wieder raus? Warum fragt mich diese Frau eigentlich nicht ein einziges Mal, ob ich da einen Bedarf habe und welcher das ist und ob ich das alles überhaupt hören will, bevor sie ihren Wortschwall auf mich loslässt? Also, wie komme ich aus diesem Druck-Verkaufsgespräch wieder raus, ohne sie vor den Kopf zu stoßen? Ich habe eine Idee: Ich frage, ob sie was anzubieten hat, das ich mir anschauen kann, eine Broschüre oder so was, und dann sage ich, ich melde mich bei Bedarf. Juhuu, es klappt!) Melden Sie sich, ich bin eh heute noch hier in dieser Region.“ (Gott behüte, genau das werde ich nicht tun. Ich wollte sie nur einfach nicht vor den Kopf stoßen und ihr sagen, sie soll hingehen, wo der Pfeffer wächst.)

Das ist Hochdruckverkauf, der nur frustriert. Den Kunden, die Verkäuferin und auch deren Chefs, da bin ich ganz sicher.

 

Hat diese Firma schon mal was vom dynamischen Verkaufstraining mit Johannes Stark gehört? Bei dem Sog (Anziehung) statt Druck erzeugt wird? Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

Dein Wert bleibt

 

 

Ein renommierter Seminarleiter eröffnete ein Seminar, indem er einen 100 Euro-Schein hoch hielt. In dem Raum saßen ungefähr 200 Leute.
 Er fragte: "Wer möchte diesen Schein haben?" - alle Hände gingen sofort hoch.
 Er sagte: "Ich werde diesen 100 Euro-Schein einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun."
Er zerknitterte den Schein. Dann fragte er erneut: "Möchte ihn immer noch einer haben?"

 
Die Hände waren immer noch alle oben.
Also erwiderte er: "Was ist, wenn ich das tue?":
Er warf ihn auf den Boden und rieb den 100 Euro-Schein mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund, als er ihn aufhob war er zerknittert und völlig dreckig.
"Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?" fragte er - Es waren immer noch alle Arme in der Luft.
 Dann sagte er: " Was auch immer mit dem Geldschein geschah, ihr wolltet ihn haben, weil er nie an seinem Wert verloren hat. Er war immer noch und stets 100 Euro wert.

 
Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestossen, zu Boden geworfen, zerknittert und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal was passiert ist oder was passieren wird. DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, arm oder reich. Du bist immer wertvoll.

 

 

Werdet wie die Kinder. Wow!

 

 

Einige Experten stellte diese Frage an eine Gruppe 4-8-jährige: „Was bedeutet Liebe?“ Die Antworten, die sie erhielten:

„Als meine Großmutter Arthrose bekam, konnte sie sich nicht mehr vornüber beugen und ihre Zehennägel lackieren. So hat das dann immer mein Großvater für sie gemacht, obwohl seine Hände auch Arthrose hatten. Das ist Liebe.“ Rebecca – 8 Jahre alt

 

„Wenn jemand dich liebt, sagt er deinen Namen irgendwie anders. Du weißt einfach, dass dein Name in ihrem Mund sicher ist!“ Billy – 4 Jahre alt

„Liebe ist, wenn du aus Essen gehst und jemandem ganz viel von deinen Pommes Frites abgibst, ohne welche zurückhaben zu wollen.“ Chrissy – 6 Jahre alt

„Liebe ist, was dich lächeln lässt, wenn du müde bist.“
Terri – 4 Jahre alt

„Liebe ist, wenn meine Mami Kaffee für meinen Papi macht und ein Schlückchen probiert, bevor sie ihn ihm gibt, um sicher zu sein, ob er auch schmeckt.“ Danny – 7 Jahre alt

„Liebe ist das, was mit dir im Raum ist an Weihnachten, wenn du aufhörst, Geschenke auszupacken und lauschst.“
Bobby - 7 Jahre alt (wow!)

„Wenn du besser lieben willst, solltest du mit einem Freund anfangen, den du hasst.“ Nikka – 6 Jahre alt (wir brauchen ein paar Millionen mehr Nikkas).

 

„Liebe ist wie eine kleine alte Frau und ein kleiner alter Mann, die immer noch Freunde, obwohl sie sich schon so gut kennen.“ Tommy – 6 Jahre alt

„Während meiner Klavieraufführung, war ich auf der Bühne und hatte Angst. Ich sah all die Menschen an, die mich anschauten und ich sah meinen Papi winken und lächeln. Er war der Einzige, der das machte. Ich hatte keine Angst mehr.“ Cindy – 8 Jahre alt

„Meine Mami liebt mich mehr als jeden anderen. Du wirst keinen anderen sehen, der mich in den Schlaf küsst abends.“ Clare – 6 Jahre alt

„Liebe ist, wenn dein Welpe dein Gesicht ableckt, auch wenn du ihn den ganzen Tag alleine gelassen hast.“
Mary Ann – 4 Jahre alt

„Du solltest wirklich nicht "Ich liebe dich" sagen, wenn du es nicht so meinst. Aber wenn du es so meinst, sag es oft. Die Menschen vergessen.“ Jessica – 8 Jahre alt

 Und nun ein 4-jähriges Kind, dessen Nachbar ein älterer Herr war, der kürzlich seine Frau verloren hatte.
„Als er den Mann weinen sah, ging der kleine Junge auf das Grundstück des Herrn, kletterte auf seinen Schoß und saß einfach nur da.

Als seine Mutter fragte, was er zum Nachbarn gesagt hätte, antwortete der kleine Junge: „Nichts. Ich habe ihm nur geholfen, zu weinen.“

 

 
PS: Da paßt noch wunderbar der Satz von Mutter Teresa dazu: „Anfangs glaubte ich, bekehren zu müssen. Inzwischen habe ich gelernt, dass es meine Aufgabe ist zu lieben.“ Und da paßt auch wunderbar:
Liebe heißt, dem Anderen gestatten, so zu sein, wie er es selbst für sich entschieden hat, ohne den Anspruch zu erheben, dass er Dich damit immer zufrieden stellt.

 

 

Der wilde Mann, die wilde Frau in dir

 

 

Ein Stammesführer erzählt: „Die Menschen meines Stammes sind leicht zu erkennen:
Sie gehen aufrecht, haben Funken in den Augen und ein Schmunzeln auf den Lippen.
Sie sind weder heilig noch erleuchtet.
Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen, haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut und angenommen.
Sie sind keine Kinder mehr, wissen wohl was Täter /Opfer sein bedeutet, haben ihre Scham und ihre Rage explodieren lassen und dann die Vergangenheit abgelegt, die Nabelschnur durchtrennt und die Verantwortung übernommen.

Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen. Weil sie nicht mehr verdrängen müssen, sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung. Das Feuer brennt in ihrem Bauch!

 
Die Menschen meines Stammes kennen den wilden Mann und die wilde Frau in sich und haben keine Angst davor.
 Sie halten nichts für gegeben und selbstverständlich, prüfen nach, machen ihre eigenen Erfahrungen und folgen ihrer eigenen Intuition.
Frauen und Männer meines Stammes begegnen sich auf der gleichen Ebene, achten und schätzen ihr anders sein, konfrontieren sich ohne Bosheit und Lieben ohne Rückhalt.

 

Menschen meines Stammes gehen viel nach Innen, um sich zu sammeln, Kontakt mit den ureigenen Wurzeln aufzunehmen, sich wieder zu finden, falls sie sich im Rausch des Lebens verloren haben.
 Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück, denn sie mögen teilen und mitteilen, geben und nehmen, schenken und beschenkt werden.
 Sie leben Wärme, Geborgenheit und Intimität.
 Allein fühlen sie sich zwar nicht verloren wie kleine Kinder und können gut damit umgehen. Sie leiden aber manchmal unter Isolation und sehnen sich nach ihren Seelenschwestern und –Brüdern.“

 

 

Ein Witz

 

 

für alle die den vergangenen Fussballkrimi FC Bayer gegen oder mit FC Chelsea mit Humor nehmen wollen:
 Sagt der Richter zum Angeklagten: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für sie, welche wollen sie zuerst hören?" - "Die Schlechte." - "Sie sind zum Tode verurteilt." - "Und was ist die gute?" - "Arjen Robben schießt!"

Kein Witz:
 Seit einigen Monaten habe ich eine Facebook-Site. Für mich eine stimmige Sache, um Kurz-Impulse, kleine Filme und mal den einen oder anderen Schabernack zu bringen. Hast du Lust drauf? Komm rein ... >>

 

 

Eine amüsante Gechichte über die Suche nach dem Glück

 

 

Ein junger Mann, der sich immer fleißig und redlich bemüht hatte, es im Leben zu etwas zu bringen, kam zu der Erkenntnis, er habe einfach zu wenig Glück – und so beschloss er, den lieben Gott aufzusuchen und ihn zu bitten, diesen Zustand zu ändern. Auf seine Erkundigungen hin erfuhr er, dass der liebe Gott in einem großen, dunklen Wald wohnt.

 

Also machte er sich auf den Weg dorthin. Als er an den Rand des Waldes kam, rief ihn ein Wolf an. “Wohin des Wegs, junger Mann ?” “Ich gehe zu Gott, damit er einen Glückspilz aus mir macht”, antwortete der junge Mann. Daraufhin bat ihn der Wolf: “Wenn du ihn triffst, frag ihn doch, warum ich immer so schrecklichen Hunger habe.” Der junge Mann versprach dies und ging weiter.

Ein Stück weiter des Wegs traf er ein junges Mädchen. Es saß zu Tode betrübt an einem Fluss. Als der junge Mann an ihr vorüberging, fragte sie ihn: “Wohin gehst du, junger Mann?” “Ich gehe zu Gott, damit er einen Glückspilz aus mir macht”, antwortete dieser. “Ach, wenn du ihn siehst, frag ihn doch bitte, warum ich immer so traurig bin”, bat ihn das Mädchen. “Ich werde ihn fragen”, versprach der junge Mann und ging weiter.

 

Nachdem er weiter flussaufwärts gegangen war, hörte er einen Baum, der am Wasser stand, rufen: “Junger Mann, wohin gehst du ?” “Zu Gott. Er soll einen Glückspilz aus mir machen”, antwortete der junge Mann. “Ach bitte, wenn du ihn siehst, frag ihn doch, warum ich immer so durstig bin, obwohl ich hier am Wasser stehe”, bat ihn der Baum. “Mach ich”, sagte der junge Mann und zog weiter.

 

Und wirklich, in der Mitte des Waldes traf er den lieben Gott.

“Lieber Gott”, sagte er, “ich bin gekommen, damit du einen Glückspilz aus mir machst. Bisher hab ich das ganze Leben immer nur Pech gehabt. Findest du nicht auch, dass dies ungerecht ist, und ich zur Abwechslung mal etwas Glück haben sollte ?”

Der liebe Gott sagte nur: “Okay”.

Der junge Mann konnte seine Freude kaum im Zaum halten und wollte sich schon aufmachen, um von nun an ein glückliches Leben zu führen, da fielen ihm aber noch die Fragen der drei ein, die er auf dem Weg zu Gott getroffen hatte. Er trug sie dem lieben Gott vor, und der beantwortete sie.

Nun aber hielt ihn nichts mehr. Er eilte zurück, um nichts von seinem Leben zu versäumen. In seiner Aufregung lief er glatt an dem Baum vorbei, aber der rief ihn zurück: “Was ist mit meiner Frage, junger Mann ?”

 

“Ach ja”, rief dieser über die Schulter nach hinten, “Gott meinte, du kriegst nicht genügend Wasser, weil zwischen deinen Wurzeln und dem Wasser ein großer Schatz vergraben liegt. Aber sei mir nicht böse, denn ich bin jetzt ein Glückspilz und hab’s eilig.”

 

So rannte er weiter, bis er zu dem Mädchen kam – das rief ihn an: “Junger Mann, hast du Gott meine Frage gestellt?” Er blieb gar nicht erst stehen, sondern rief ihr im Laufen zu: “Ja, das hab’ ich. Gott sagte, der Grund für dein Unglück ist, dass du einsam bist. Er meinte auch, dass ein gutaussehender junger Mann hier vorbeikommen würde. Ihr könntet euch ineinander verlieben und glücklich sein, euer ganzes Leben lang. Aber ich muss jetzt weiter, denn ich habe ab sofort Glück.”

 

Als er schon ein wenig außer Atem an den Waldrand kam, rief ihn der Wolf an: “Junger Mann, hast du Gott meine Frage gestellt?”

“Oh ja, das habe ich”, rief dieser. “Gott sagte, du bist so hungrig, weil du nicht genug zu fressen hast. Wenn aber der Narr weit genug gekommen ist, um dir das auszurichten, kannst du ihn zum Mittagessen haben.”

... danke Birgit Unger