mehr Schwung bitte

Du bist gut!

 

Dieses Bild ist vor einigen Wochen entstanden. Heute sieht es hier schon wieder ganz anders aus. Ja, das einzig Konstante ist die Veränderung. Nichts bleibt, wie es ist. Alles in der Natur lebt im Lauf der Dinge. Machen wir ja nicht den Fehler, das was ist (auch wenns noch so schön ist), festzuhalten. Die Dinge müssen fließen dürfen. In diesem Sinne viel Vergnügen mit den neuen Power-Texten :-)

 

 

  

Die Themen:

 

 

1.) Nur den Samen, bitte!

2.) Wenn es schnell gehen soll, macht man es oft doppelt

3.) Bist du unbeschwert?

4.) Dominanz ist keine Krankheit

5.) Psychisch gestört?

6.) Schlechte Mitarbeiter gehen von selbst – gute auch

7.) Die perfekte Natur

8.) Kannst du verlieren?

9.) Eine kleine Erinnerung

10.) Wow … Burn-out hat nichts mit Überlastung zu tun

11.) Und jetzt was für deine Gesundheit: Den Krebs auf die Wartebank setzen

 

 

 
1.) Nur den Samen, bitte!

 

 
Ein junger Mann betrat ein Geschäft. Hinter dem Ladentisch stand ein älterer Herr. „Was verkaufen Sie, mein Herr?“, fragte der junge Mann schnell.

 Der Ältere antwortete freundlich: „Alles, was Sie wollen!“ Der junge Mann begann aufzuzählen: „Dann hätte ich gern Weltfrieden, Wohlstand, das Ende der Rassentrennung, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und …“ Da fiel ihm der Alte freundlich ins Wort. „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden: Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.“

 

 

2.) Wenn es schnell gehen soll, macht man es oft doppelt

 

 
Der Chef eines Hotels wollte vor der anstehenden Wintersaison noch schnell, schnell eine Erweiterung im Saunabereich machen. Die Bauarbeiter arbeiteten auf Hochtouren. Sie waren mit den Arbeiten noch nicht fertig, da standen auch schon die ersten Gäste da. Fünf Monate später ist dann der ganze Neubau zusammengebrochen. Die neu gemachten Sachen konnten nicht trocknen, haben zu schimmelt begonnen und ein Riesenschlamassel angerichtet. So läuft das in vielen Bereichen ab. Zeit, auf etwas zu warten, haben wir nicht mehr. Unser Rad dreht sich immer schneller und schneller. Dieses Beispiel hilft, „sich selber“ wieder mal genauer unter die Lupe zu nehmen: Wo wollen wir zu viel und sind zu ungeduldig in der Umsetzung? Wo geht es uns zu langsam und bei welchen Dingen handeln wir ähnlich wie dieser Hotelchef? Schau genau!

 

 
3.) Bist du unbeschwert?

 

 
Überleg mal, wie schwierig es ist, unbeschwert zu sein. Dem anderen nichts nachtragen, egal was dieser getan, gesagt hat, ihm nicht böse sein. Sich selbst nicht klein machen, was man auch gemacht hat. Leben wie ein Kind, ganz frei von Groll und Hass. Im Heute. Das Gestern dort hingeben, wo es hingehört. Die Dinge im Ganzen total wertungsfrei beobachten, sie nicht analysieren. Wie einfach und spielerisch würde uns das den Alltag machen. Unglaublich :-)

 

 

4.) Dominanz ist keine Krankheit

 

 
 Vor Jahren standen Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und Georg Danzer gemeinsam auf Konzertbühnen in Österreich und Deutschland. Georg erzählte: „Rainhard und Wolfgang sind sich regelmäßig in die Haare gekommen. Wolfgang ist eine ziemlich dominante Persönlichkeit. Dominanz“, so führte Georg aus, „ist aber nichts Böswilliges, sondern eine Charaktereigenschaft, genauso wie Kreativität und alle anderen Charaktereigenschaften. Die lernt man nicht, die hat man in die Wiege gelegt bekommen.“ In der Natur sieht man das in jedem Rudel, in jeder Gemeinschaft: bei Wölfen, bei Bienen, bei Ameisen, beim Rotwild, überall dasselbe. Damit umzugehen, wäre ein Schlüssel.

 

 

5.) Psychisch gestört?

 

 
Was ist das eigentlich? Wenn jemand nicht der Norm entspricht. Wenn jemand nicht so ist wie alle anderen. Wenn man sich das genauer anschaut, ist dann nicht die Norm (das, was wir derzeit in unserer Gesellschaft erleben) psychisch gestört?

 

Schau mal:

• Sich permanente Sorgen über die Zukunft machen.
• Den Ereignissen aus der Vergangenheit nachhängen.
• Sich klein fühlen.
• Tag und Nacht Kopftheater spielen.
• Angst vor der zukunft haben.
• Über alles informiert sein müssen.
• Ununterbrochen über Dinge nachdenken, die unlösbar sind.
• Das Denken nicht loslassen können.
• Dinge und Situationen analysieren (zerteilen) und dabei den Überblick verlieren.
• Interpretieren und die eigenen Emotionen verstärken.
• Alles mit allem vergleichen und bewerten.
• Sich wichtig nehmen, als Nabel der Welt sehen.
• Druck aufbauen (ich will dies, ich will das) und daran fast zerbrechen.
 
Erstrebenswert hingegen wäre für mich:

 

• So gut es geht im Heute leben.
• Leitplanken für meinen Weg aufstellen, dazwischen viel Spielraum lassen.
• Vertrauen in sich und ins Leben finden.
• Das Leben verstehen.
• Sein Denk-/Ego-Konstrukt durchschauen.
• Beobachten lernen – die Dinge im Ganzen sehen.
• Klar sein.
• Die Dinge fließen lassen.
• Nicht eingreifen, sondern vorleben.
• Klare Spielregeln für alle Beteiligten.
• Interpretationen und Emotionen gering halten.
• Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Es ist, wie es ist.
• Anderen helfen, ohne zu schaden.
• Dinge, die man nicht ändern kann, annehmen.
• Leben wie ein unbeschwertes Kind. Frei von Groll und Hass, dem anderen nichts nachtragen.
• Schwierige Situationen als Lern- oder Erdungsphase annehmen.
• Seine fünf Säulen pflegen: Gesundheit, Familie, soziales Umfeld, Beruf, einen Sinn im Leben haben.

 

 

6.) Schlechte Mitarbeiter gehen von selbst – gute auch

 

 

Zum Glück darf ich seit einigen Jahren mit Unternehmen arbeiten und mithelfen, dort den natürlichen Fluss wieder herzustellen und ihn zu pflegen. Was ist zu tun, damit es wieder fließt? Was ist der Grund, warum es nicht mehr fließt? Auffallend ist: Wenn es gelingt, ein Unternehmen wieder in den Fluss zu bringen, Klarheit zu schaffen und gute Strukturen zu bauen, dann gehen schlechte Mitarbeiter von selbst.
 Wenn Unternehmen hingegen immer unklarer und unstrukturierter werden, die Führung sich verzettelt und nicht mehr präsent ist, nicht mehr vorlebt, wie es sein soll, dann kündigen die guten Mitarbeiter. Die suchen sich ein anderes Unternehmen. Das passiert ganz automatisch. Für mich ein Grundgesetz.

 

Die Mitarbeiter eines Unternehmens spiegeln die Führung. In jedem Unternehmen gibt es nichts Wichtigeres als:
 Eine klare Führung, die nicht hineinpfuscht, sondern vorlebt. Klare Aufgaben und Arbeitsstrukturen – wer macht was, wer ist wofür zuständig? Klare Ansagen. Regelmäßige Kommunikation, Reflexion – Austausch inklusive ehrliche Wertschätzung und Anerkennung. Klare Verantwortungsbereiche. Klare Spielregeln inklusive Konsequenzen.

 

 

7.) Die perfekte Natur

 

 

Er ist Weinbauer und verwendet für die Düngung seiner Weinstöcke Brennessel und Schafgarbe, verzichtet auf chemische Subtanzen. „Wenn wir die Natur in ihrer Vielfalt verstehen, können wir sie so nutzen, dass jeder etwas davon hat.“ Ihm helfen Vögel und Heuschrecken (Nützlinge), damit Schädlinge nicht überhandnehmen. „Monokulturen, Ausbeutung der Böden und Spritzmittel sind kurzfristig, zerstören aber langfristig die Vielfalt der Natur, und das kommt auf uns zurück wie ein Bumerang.“

Meine Meinung dazu: Bevor wir in der westlichen Wohlstandsgesellschaft nicht alles ausgebeutet haben, ist unsere Gier zu groß, um Einsicht zu erlangen. Wir werden es allerdings nicht schaffen, die Natur zu zerstören – umgekehrt schon eher.

 

 

8.) Kannst du verlieren?

 

 
Möchtest du lieber verlieren oder gewinnen? Klar, unser Ego reagiert auf solche Fragen reflexartig und will natürlich gewinnen. Gewinnen und Verlieren sitzen aber sehr oft im selben Boot.

Manchmal verlieren wir beim Gewinnen. Und umgekehrt: Beispiele: Man gewinnt Auftrag um Auftrag, große Projekte, und gründet eine neu Firmen und noch eine und noch eine. Man gewinnt beruflich, ist erfolgreich. Achtung: Oft verliert man dabei sich selbst, seine Gesundheit und oft die Beziehung zu seiner Familie. Die Zeit vergeht wie im Flug, Lebensqualität geht verloren, weil man immer schneller, immer oberflächlicher wird. Dabei verliert man sehr oft seine Klarheit, Ruhe, Tiefe, Energie, den Raum für sich. Wer nicht zu viel gewinnt, verliert auch nicht zu viel.

 

Wer verlieren kann, gewinnt: Man verliert ein großes Projekt oder andere wichtige Sachen in seinem Leben. Der Gewinn dabei ist aber auch nicht zu verachten: neuer Raum, Luft, Zeit. Man kann sich wieder mit sich selbst beschäftigen, klar werden, in die Ruhe kommen, neue Wege und Richtungen ansteuern, Dinge in seinem Leben genauer beobachten; neuen Schwung holen und dabei wunderbar Energie für Neues tanken. Ein Baum, der im Wald umfällt, schafft auch Raum und Luft und ist gleichzeitig Dünger für Neues.

 

 

9.) Eine kleine Erinnerung

 

 

„Wer sich über das freut, was er hat, hat keine Zeit, über das zu klagen, was er nicht hat.“ [unbekannt]

 Und wie schwierig ist die Umsetzung im Alltag! Ein Mehr entsteht genau durch dieses Prinzip. Wer sich daran hält, der lebt in der Fülle des Lebens, der wartet nicht mehr auf morgen und auf das, was er sich von der Zukunft verspricht. Er lebt im Heute, mit dem, was ist, und dem, was er hat. Er begibt sich in genau die Frequenz, wo mehr entsteht, genau dorthin, wo das Leben beginnt, sein Füllhorn zu leeren (materiell und ideell). Ausstrahlung und Präsenz nehmen markant zu. Kreativität und Einfallsreichtum werden gesteigert. Und es entsteht Energie bei dem, was man tut. Kampf und Druck finden keinen Nährboden. Der Zustand des „Ich bin mit dem, was ist, eins und zufrieden, ist etwas Großartiges. Es entstehen Möglichkeiten, Gelegenheiten, Lösungen, Neues und Wege, um Abstand von eingefahrenen Denkmustern zu gewinnen.

 Der Fred aus Salzburg ist Geschäftsführer eines ziemlich erfolgreichen Unternehmens und freut sich über jeden Termin, den er hat. Er freut sich drauf, ohne dass er zu sehr daran denkt, was ihm das bringen wird. Es bringt aber sehr viel. Der Fred ist mit seinem Geschäft ziemlich schön im Fluss. Funktioniert übrigens mit allem.

 

 

10.) Wow … Burn-out hat nichts mit Überlastung zu tun

 

 
Bisher galt die weit verbreitete Meinung, dass Burn-out entsteht, wenn es einem Menschen zu viel wird, wenn der Stress zu hoch wird. Das ist nach neuesten Erkenntnissen nicht der Fall. Burn-out entsteht, wenn man oder frau auf dem falschen Weg ist. Wenn das, was mein Kopf will, nicht mit dem übereinstimmt, was mein innerstes Seelen-Streben mit mir vorhat. Darum helfen bei Burn-out keine Tabletten und auch keine Pausen, nach denen man wieder genauso weitermacht wie vorher.

Der Weg und die Richtung müssen neu überdacht und angeschaut werden. Bin ich auf dem richtigen Weg? Ist das, was ich mache, meins oder bilde ich mir das nur ein? Ist es stimmig, was ich tue? Sich hin und wieder die Frage stellen: Fließt das, was ich tue, oder mache ich mir etwas vor? Wenn ich Sportler oder Unternehmer bin: Ist das meins oder haben mich meine Eltern dazu gezwungen? Wenn ich viel arbeite: Bin ich von Natur aus eine Ameise, die Tag und Nacht arbeiten kann, ohne müde zu werden, oder bin ich eigentlich ein Löwe, der viel rasten muss, oder ein Adler, der am liebsten seine Flügel ausbreitet und weite Teile überblickt?

 

 
11.) Und jetzt was für die Gesundheit: Den Krebs auf die Wartebank setzen

 

 
Jeder Dritte erkrankt an Krebs. Und jeder Vierte davon überlebt ihn nicht. Ein sehr erfahrener Facharzt berichtet: „Krebs liegt in den Genen. Wir können die Erkrankung aber hintanstellen, wenn wir auf drei Dinge achten. Es konnten um sieben Mal seltener Brustkrebs-Erkrankungen beobachtet werden, wenn Menschen drei Mal pro Woche Sport treiben. Wenn auf die Ernährung geachtet wird – Gemüse, wenig Kalorien, Fisch. Und wenn man ein sinnvolles und erfülltes Leben lebt. Wenn es einen Sinn hat, zu leben. Wenn man für andere da sein kann und nicht alleine zu Hause herumsitzt.“