schau genau

 Servus. Im Moment blüht bei uns die rostblättrige Alpenrose/Almrausch. Sie gedeiht in Höhenlagen bis zu 2800 m ü. M. Widrige Wetterverhältnisse machen ihr nichts aus. Um so schöner und kräftiger strahlt/glänzt sie. Fast wie bei uns Menschen, wenn wir viele Herausforderungen zu meistern haben, bleiben wir wacher und klarer, als wenn wir in einer ungesunden Komfortzone sitzen und nach und nach bewegungsscheu werden.
Ich wünsche dir viele Impulse mit den aktuellen Power-Texten ...
 

 

Mit diesen Themen:

 

 
Schau genau!


Das Wunderkästchen


Bewusst und achtsam leben: Versuch’s mal!


Bist du achtsam?


Was du tun kannst …


Tiere klar im Vorteil?


Deine ganz persönliche Fastenzeit


„Blöd schauen“: Kannst du das?


Wachsen Bäume in den Himmel?


Kennst du den Menschen vor dem Spiegel?


Hast du ein Leben vor dem Tod?


Das Wunder Mensch – nicht gerade erfolgreich


Dein Körper spricht mit dir. Hörst du?


Hallo Bettler – wach auf!


Bist du ein Bettler?


Ah, dann muss ich nichts mehr tun, alles geht von selbst?


Die Verwandlung …


Ich höre dich schon sagen …


Mein Chef ist ein Affe. Stimmt!

 

 

Schau genau!

 

 

Ja es geht wirklich, wir können unser Leben ändern. Heute möchte ich mit dir ein wunderbares und wesentliches Werkzeug beleuchten, das jeder von uns in der Hand hat. Hier findest du einige Beispiele und verschiedene Blickwinkel, die dir das Thema und die Mechanismen, die uns tagtäglich zur Verfügung stehen, näherbringen und dich gleichzeitig motivieren sollen, dein Leben bewusster, intensiver, wirkungsvoller, natürlicher, freudiger und positiver zu leben. Na dann los :-)

 

 

Das Wunderkästchen

 

 
 Es war einmal eine Bauersfrau, die in ihrem Haus nur Unglück hatte und zusehen musste, wie ihr Vermögen immer weniger wurde und ihr Anwesen immer mehr verlotterte. Da ging sie in den Wald zu einem alten Einsiedler und erzählte ihm von ihrem Kummer. Sie sagte: „Die Zeiten sind schlecht, kannst du mir denn nicht helfen?“
Der weise Mann gab ihr ein kleines, verschlossenes Kästchen und sprach zu ihr: „Du musst dieses Kästchen drei Mal am Tag und drei Mal in der Nacht im ganzen Haus herumtragen. In der Küche, im Keller, im Stall und in jedem Winkel, dann wird es schon besser gehen. Bring mir aber in einem Jahr das Kästchen wieder zurück.“ Die Frau befolgte den Rat des Einsiedlers ganz genau und trug das Kästchen fleißig umher. Dabei entdeckte und sah sie vieles, was ihr vorher unbekannt gewesen war. Als ein Jahr um war, brachte sie dem Einsiedler das Kästchen zurück und sagte: „Hab Dank, guter Mann, dein Kästchen hat mir sehr geholfen. Bei mir ist der Wohlstand wieder eingezogen und mein Haus ist gut bestellt. Doch sag an, was ist denn drin in deinem Zauberkästchen, das solche Wunder vollbringen kann?“
Da lächelte der alte Einsiedler und sagte: „Das Kästchen ist leer, das Wunder hast du selbst vollbracht, weil du dich noch mehr um dein Haus gekümmert hast als zuvor und überall nach dem Rechten gesehen hast!“ (nach Grimms Märchen)

 

Wie man sieht: Sobald wir uns achtsam und bewusst mit den Dingen in unserem Leben beschäftigen, passiert Veränderung.

 

 

Bewusst und achtsam leben: Versuch’s mal!

 

 

„Im Buddhismus gibt es einen wichtigen Grundsatz: Bewusst und achtsam leben. Jederzeit wissen, was geschieht. Und nicht nur wissen, was hier geschieht, sondern auch wissen, was dort geschieht.
… Wenn wir ein Stück Fleisch essen oder Alkohol trinken, sollten wir wissen, dass in der Dritten Welt täglich Zehntausende Kinder verhungern und dass wir eine große Menge Getreide verbrauchen, um Fleisch oder Alkohol zu produzieren. Eine Schale Reis zu essen statt Fleisch, trägt dem Leben eher Rechnung. Es würde ausreichen, 50 Prozent weniger Fleisch zu essen und Alkohol zu trinken, um die Situation in der Welt grundlegend zu verändern. Nur 50 Prozent weniger.

 
Wenn uns unser Lebensstil, unsere Konsumgewohnheiten, unsere Betrachtungsweisen bewusst sind, können wir auch herausfinden, wie wir in jedem Augenblick etwas zum Frieden in unserem Leben und damit gleichzeitig in der Welt beitragen können.

 
Wenn wir viel Papier verbrauchen, können wir uns beispielsweise bewusst werden, dass viele Bäume nötig waren. Wenn wir Papier verschwenden, sollten wir uns so etwas klarmachen.

 
Sind wir wirklich achtsam, ändern wir anschließend unser Verhalten und ganz automatisch den Lauf der Dinge.“
(Dieser Text ist teilweise von Thich Nhat Hanh – aus „Brennstoff“, Nr. 36 – und wurde teilweise von mir ergänzt/gekürzt.)

 

 

Bist du achtsam?

 

 

Du hast recht: Den Lauf der Dinge zu beobachten, ist sehr schwer. Einziger und starker Gegenspieler ist unser Kopf, der Intellekt, unser Wissen. Wenn wir in unserem Kopf schnell werden und uns immerfort fünf Dinge gleichzeitig beschäftigen, ist Achtsamkeit so weit entfernt wie der Mond. Daher fällt es schwer, so sehr wie möglich im Moment zu sein. Zur Erinnerung: In Wirklichkeit sind wir immer da, wo die Füße sind, keinen Zentimeter weiter hinten und keinen weiter vorne. Wenn wir zu stark mit unserem Kopf/Denken identifiziert sind, entfernen wir uns ganz automatisch vom Heute. Wir sind unachtsam. Die Folge: Krankheiten, Problemen, Konflikten sind Tür und Tor geöffnet – wenn die Katze aus dem Haus ist, fangen die Mäuse an zu tanzen. Klar! Wenn wir unachtsam sind, gerät unser Leben aus dem Gleichgewicht.

 

 

Was du tun kannst …

 

 

In deinem Alltag:
 Deinen Körper bewegen, trainieren, dehnen.
 Deinen inneren Körper spüren.
 Dich und dein Denken beobachten – den inneren Beobachter aktivieren.
 Die Denk- und Handlungsgeschwindigkeit wahrnehmen, mit der du im Alltag unterwegs bist.

 

Im Streit mit jemandem:
 Deine Emotion (den inneren Vulkan) wahrnehmen.
 Wissen, dass Feuer nie mit Feuer gelöscht werden kann.
 Im starken Sturm kein Segel setzen.
 Dir klar sein: Auf Druck folgt Gegendruck.

 

Im Unternehmen: Für Mitarbeiter:
 Dich aufs Geben konzentrieren.
 Dir deiner Talente und Fähigkeiten bewusst sein.
 Wissen, dass nicht der Chef den Lohn zahlt, sondern der Kunde.

 

Im Unternehmen: für Chefs:
 Respektvolle Kommunikation mit den Bereichsleitern und allen Mitarbeitern.
 Mitarbeiter- und Bereichsstrukturen installieren (ab 7 Personen wichtig).
Den weiteren Weg (Visionen) kennen.
 Gefahren und Risiken im Auge behalten.
 Für Klarheit sorgen, diese fördern und fordern.

 

Einige Beispiele:
 Der chinesischen Regierung und der dortigen Wirtschaft ist scheinbar noch nicht ausreichend bewusst, dass sie ihr eigenes Volk durch die hohe Luftverschmutzung vergiften und gleichzeitig durch die Ein-Kind-Politik ausradieren.

 
Die USA sind sich nicht bewusst, dass sie mit ihrer permanenten Macht- und Einmischungspolitik oft das Gegenteil dessen bewirken, was sie uns glauben machen, und eher für weniger als für mehr Frieden in der Welt sorgen. Ich habe das Gefühl, dass die Spannung zwischen den drei Supermächten (Amerika, Russland, China) immer weiter steigt. Machen die das bewusst???
 In unseren Breiten ist auch das Bewusstsein zum Thema Sonnenenergie noch sehr schwach. Wir haben noch nicht verstanden, dass die Sonne in einer Viertelstunde so viel Energie liefert, wie der gesamte Globus in einem ganzen Jahr braucht. Die Öl- und Gas-Lobby ist nur so lange stärker, bis es vielen Menschen (Konsumenten) bewusst wird, dass sie selbst etwas tun können. Dann hat die große Öl-Lobby keine Chance mehr.

 
Unserem lieben Bundeskanzler Faymann ist aktuell noch nicht bewusst, dass er endlich regieren, also führen und Maßnahmen umsetzen müsste und weniger moderieren und reden. Er wird höchstwahrscheinlich bald erwachen – bei den nächsten Wahlen!

 
Wer Coca-Cola gegen den Durst trinkt, dem ist nicht bewusst, dass Cola reines Zuckerwasser ist und nur die Kohlensäure und die Kälte kurzfristigst erfrischen.

 
Wenn man sich beim Essen schon zum dritten Mal Nachschlag holt, könnte man sich fragen: Mag das mein Bauch oder wollen es nur meine Augen? Falls die Antwort auf Letzteres fällt, könnte man reagieren, bevor einem von dem Zuviel schon wieder schlecht wird.

 
Diese Beispiele sind meine Sicht der Dinge. Böse Mails dazu werde ich löschen :-)

 

 

Tiere klar im Vorteil?

 

 

Können Tiere Bewusstsein zu bestimmten Themen entwickeln? Hmmm … Ich glaube, Tiere, die in ihrem Umfeld naturgemäß leben, können niemals „unbewusst“ sein. Sie bleiben ihrem Naturell immer treu und machen auch keine Kompromisse. Zusammengefasst: Sie sind klar im Vorteil und ständig „bewusst“ und präsent, sie müssen also keine Extra-Anstrengung, wie wir unternehmen.

 

 

Deine ganz persönliche Fastenzeit

 

  

Die Fastenzeit hat einzig den Sinn, bewusst Aufmerksamkeit zu schaffen. Sich zu besinnen, was einem guttut, was einem nicht bekommt. Den Körper auch mal leer zu fahren, ihn zu entgiften, ihn besser zu spüren. Auf bestimmte Nahrung, zum Beispiel Süßigkeiten, zu verzichten oder überhaupt einmal weniger zu essen, schafft Freiraum und ein Gefühl der Leichtigkeit. Ballast wird abgeworfen und man kommt leichter voran, man wird klarer und freier und bleibt gesünder.

 

 

„Blöd schauen“: Kannst du das?

 

 

Ganz entscheidend ist es, sein eigener Berater zu sein. Gemeint ist, sich selbst zu beobachten – ja, das geht. Jeder von uns hat einen internen Beobachter zur Verfügung. Etwas, das sogar dein Denken beobachten kann. Ja, du kannst dich selbst beobachten, was du gerade jetzt denkst, ob du bei der Sache bist oder ob deine Gedanken gerade abschweifen. Ob du gut drauf bist oder ob gerade dein innerer Vulkan (Zorn, Wut) ausbricht. Sich selbst in seinem Handeln und Agieren zu beobachten, ist wesentlich, um bewusste Achtsamkeit zu schaffen.

 
Beispiel: Der Chef eines Unternehmens hat meiner Ansicht nach sogar die Verpflichtung, nicht zu tief in seinem Unternehmen zu stecken, sonst schmort er die ganze Zeit im eigenen Saft und sieht nichts mehr. Nur mit Abstand entstehen Überblick und Klarheit. Wer sehr viel arbeitet, braucht viel Auszeit (Abstand), ansonsten entstehen Krankheiten und Schwierigkeiten.

 
Beobachte dich selbst, dein Tun, dein Handeln, dein Nichthandeln. Beobachte, ob es dir gelingt, achtsam zu sein oder ob du dich gerade wieder im Außen, in den Situationen verlierst. Beobachte dich selbst: Wenn du dich in den Umständen verlierst, wirst du immer schneller, oberflächlicher und unklarer. Beobachte dich, ob du innerlich ruhig oder unruhig bist. Aktiviere deinen inneren Beobachter. Das ist nicht dein Denken, das ist reine Beobachtung – reines Bewusstsein, ganz unabhängig vom Denken.

 
Dieses Verhalten bezeichne ich immer gerne als „blöd schauen“. Alles in der Natur lebt davon, sich bewusst zu sein, und daraus entsteht Neues. Mach du es bitte auch: Du machst es für dich und dein eigenes Leben und gleichzeitig für alles, das dich umgibt.

 

 

Wachsen Bäume in den Himmel?

 

 

Die globale Wirtschaft „denkt“, sie kann immer weiter wachsen, immer mehr produzieren, immer neue Märkte erschließen. Ein riesiger Irrtum. Ein ziemlich unbewusstes Verhalten. Nichts auf der Welt, in der Natur kann immer weiter wachsen, auch nicht, wenn die Zinsen gegen null gehen, um die Wirtschaft immer weiter anzukurbeln.

 
Bäume wachsen einfach nicht in den Himmel – nirgendwo auf der Welt. Das wäre unnatürlich. Ihre Wurzeln wachsen dafür weiter in den Boden, um stärker und widerstandsfähiger zu werden, doch das ist der globalen Wirtschaft und uns Ego-Menschen nicht genug und auch nicht „bewusst“. Wir wollen Sichtbares erzeugen, mehr Geld, mehr Macht, mehr Ansehen, mehr Ruhm usw. Wen interessiert es schon, nach innen zu wachsen, das Unternehmen zu stärken, Neues zu entwickeln, das Team zu festigen, Klarheit zu schaffen und zu vertiefen?

 

 

Kennst du den Menschen vor dem Spiegel?

 

  

Weißt du, wie du tickst? Kennst du dich? Weißt du, was bei dir fließt und was nicht fließt? Wo gewinnst du Energie und wo verlierst du sie? Was macht dich innerlich froh? Hast du Kontakt zu deiner Intuition? Hörst du, wenn dein Körper oder dein Innerstes dich hinweisen oder beschützen wollen? Bist du in Verbindung mit dir SELBST? Bist du wach und bewohnst du deinen Körper aufmerksam? Spürst du dich? Grenzt du dich von Dingen ab, die dir schaden? Oder bist du stolz, eingebildet, mit deiner Arbeit, deinem Status identifiziert? Wenn ja, verlierst du dich dann regelmäßig? Suchst du Antworten bei dir selbst oder im Außen (im Außen wirst du sie nie finden)?

 

 

Hast du ein Leben vor dem Tod?

 

 

Viele von uns fragen sich: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Hmmm – vielleicht ja, vielleicht nein. Was aber ganz sicher ist: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Das Leben, das wir jetzt, heute leben. Nicht das Leben, das wir morgen leben werden, sondern das Leben im Heute.

 
Zeit ist eines der kostbarsten Dinge, die wir Menschen besitzen. Von welcher Zeit ist die Rede? Von der Vergangenheit? Oder vielleicht von der Zukunft? Nein, es ist die Zeit in der Gegenwart. Was machst du gerade jetzt? Klar, du liest diese Texte hier. Versuch, ganz dabei zu sein, ganz im Moment, im Hier, nicht an etwas anderes denkend. Im Jetzt. Egal was du tust: Mach es total gegenwärtig – damit erhöhst du deine Präsenz und deine Ausstrahlung verstärkt sich, deine Frequenz wird feiner. Darauf folgen nach dem Gesetz der Anziehung auch geänderte Resultate in deinem Leben, du ziehst andere Lebenssituationen an als bisher. Du erlebst deinen Alltag intensiver. Wenn du ein Stück Brot isst, dann iss es und mach nichts anderes. Wenn du gehst, dann geh, sei in deinen Gedanken nicht schon dort. Wenn du Fußball spielst oder schaust, warte nicht auf den Schlusspfiff, genieße das Spiel. Wenn du nichts machst, mach mit allen Sinnen nichts und überlege nicht, was du danach machen wirst. Übe dich, im Moment zu leben. Sei aufmerksam.

 

 

Das Wunder Mensch – nicht gerade erfolgreich

 

  

Viele von uns wissen nicht, welche Nahrung ihnen gut und welche schlecht bekommt, und werden dadurch krank. Wir sehen, dass wir nicht gesund sind, forschen aber nicht nach der Ursache, sondern begnügen uns damit, die Symptome zu bekämpfen. Wir kennen unsere Grenzen nicht. Wir wissen zu wenig über uns – was uns Energie liefert und welche Aktivitäten uns Energie kosten. Wir tun uns mit der Klarheit schwer, da wir uns nicht dafür interessieren, wer wir wirklich sind. Unser Selbstvertrauen ist leider viel zu klein und manche von uns meinen, mit einem vergrößerten Ego könnte man es aufbessern. Irrtum! Wir stolpern über die immer gleichen Prügel (Stolz, Analyse, Unversöhnlichkeit, …). Wir glauben immer noch, dass man Konflikte mit Konflikten lösen kann. Als wolle man einen Ölfleck in seiner Jacke mit Öl reinigen. Wir haben Mühe, das Leben in seiner vollen Perfektion zu fassen, und verstehen nicht, was das heißt: „Handeln im Nichthandeln.“ Was es bedeutet, wenn man im Fluss ist, und was man dafür tun muss oder nicht tun soll, damit sich vieles selbst regelt. Wie es ist, wenn einem das Leben mit 100-prozentiger Verlässlichkeit zur Seite steht. Dann wäre das Leben für uns ein leichtes Spiel, ein Fest, der Himmel auf Erden.

 

 

Dein Körper spricht mit dir. Hörst du?

 

 

Der Körper reagiert, wenn wir unaufmerksam sind.
 Stress bringt Endzündungen, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Probleme mit der Lunge und kann sogar bis zum Krebs führen. Zu festgefahrene und starre, oft auch negative Haltungen bewirken Druck und Verspannungen im Körper, die von der Schulter abwärts ziemlich stark werden können. Der Fluss im Leben/Körper ist gestört.
 
Wer aufmerksam ist und sich Zeit nimmt, hinzuschauen, der sieht mehr. Aber genau das ist für uns alle eine enorme Herausforderung. Die Dinge, die wir tun und die uns interessieren, sind sehr vielfältig und weit gestreut. Es ist sehr schwer, Ruhe, Achtsamkeit und bewusstes Hinschauen zu üben.
Umso wichtiger ist es allerdings.
 
Klar, wenn man bereits eine Krankheit hat, ist es sehr ratsam, sich professionell (alternativ und/oder schulmedizinisch) helfen zu lassen. Das Allerwichtigste ist aber, bewusst achtsam zu werden, ansonsten wiederholt sich das Ganze und Krankheiten werden oft schlimmer und treten verstärkt auf. Eine Verspannung kann wegmassiert werden, Bluthochdruck kann medikamentös behandelt werden. Die Frage ist: Woher kommt die Krankheit, was will mir das Leben sagen? Diese Frage muss man sich stellen.
 Wenn man fragt, dann kommen auch Antworten, ganz sicher.
 Meistens braucht es Maßnahmen, Änderungen im Verhalten. Wenn man so weitermacht wie vorher, dann kommen die gleichen Beschwerden wieder oder es werden andere Körperteile stärker angegriffen, um uns zu bewusster Achtsamkeit zu zwingen – wenn notwendig, zwingt uns das Leben mit Gewalt.

 

 

Hallo Bettler – wach auf!

 

 

In Salzburg gibt es mittlerweile sehr viele Bettler in der Stadt. Es sind die Ärmsten der Armen. Menschen aus Rumänien und anderen osteuropäischen Staaten. Ihre Situation ist schwierig –  kaum jemand von uns hat je erlebt, wie es ist, wenn man nicht einmal das Notwendigste zum Leben hat. Darum ist es sehr schwer, darüber zu sprechen. Manchmal sind wir aber auch selbst Bettler. Schau mal!
 

 
 Ein Bettler, sitzt am Straßenrand und hält ein Plakat in seinen Händen:
„Ich habe kein Zuhause,
 ich habe kein Geld,
 ich habe keine Arbeit
 usw.“
Bitte gib mir Geld!
 

 
Wenn der Bettler seine Situation einmal näher anschauen würde, dann würde er vieles sehen. Das Zu-Boden-Fallen ist kein Problem, aber das Nicht-mehr-Aufstehen, das ist ein großes Problem. In so einem Fall machen wir uns abhängig und liegen anderen auf der Tasche. Eine ungesunde Situation.
 Ein Bettler müsste mal überlegen, dass sein Leben auf Dauer so nicht funktionieren kann. Nichts in der Natur funktioniert so.
 Wenn er sich dessen bewusst wird, was da gerade in seinem Leben passiert, dann sitzt er nicht mehr lange am Straßenrand. Ziemlich sicher.
 Kein Reh, keine Spinne, kein Vogel, keine Ameise, kein Wildpferd, keine Pflanze kann so überleben.

 
Es gibt das Grundprinzip „Nehmen kommt von geben“. Und wer das nicht versteht, der hat es ziemlich schwer in seinem Leben.
 Ein Mitarbeiter, der sich für einen neuen Job bewirbt und darauf fokussiert ist, was er zu bekommen hat – wie viel Freizeit und Geld –, wird langfristig sicher Schiffbruch erleiden. Es wäre besser, sich zu fragen: Was kann ich für das Unternehmen tun, in dem ich mich bewerbe, was kann ich zu seinem Erfolg beitragen?

 
Sogar ein einfacher Holzofen weiß das. Du kannst vor dem Ofen knien und ihn um Wärme anbetteln. Da wird sich nichts tun, wenn du ihm vorher nicht Holz und Feuer gibst. So einfach ist das.

 

 

Bist du ein Bettler?

 

 

Wenn wir vom Leben etwas brauchen, eine Lösung, einen Einfall, wenn wir in Schwierigkeiten stecken und keinen Ausweg sehen und wenn wir uns dann wie ein Bettler verhalten und sagen: „Leben, bitte, bitte hilf mir!“, dann wird in den wenigsten Fällen eine Lösung passieren. Wir zeigen dem Leben unser Unvermögen, mit einer Situation umzugehen, und kommen damit keinen Schritt weiter – schlimmer noch: Unser Unvermögen wird größer. Denn wer Unvermögen sät, der wird Unvermögen ernten. Wie der Bauer, der Weizen sät und diesen dann auch erntet.
 
Viel besser geht es, wenn man Bewusstsein für ein Problem, eine bestimmte Situation schafft. Dem Thema mitten ins Gesicht schauen, ist der rechte Weg, auch wenn es weh tut. Sich der Situation hingeben und diese nicht bekämpft. Ja, ich höre dein Raunzen!

 
An diesem Ansatz führt allerdings kein Weg vorbei. Wenn man sich eines Problems annimmt, es da sein lässt, ihm Raum gibt und keinen Widerstand aufbaut, dann darf sich die Situation voll und ganz zeigen.

 
Du hast recht, das machen wir in der Regel alle nicht. Wir verhalten uns total konträr. Wir bekämpfen das Problem, setzen unseren Verstand ein, bauen Widerstände auf, wollen es weg haben und verfluchen es. Genau das ist der verkehrte Weg und das macht uns langfristig krank. Wie dumm ist es, etwas zu bekämpfen, das schon da ist?

 

 

Ah, dann muss ich nichts mehr tun, alles geht von selbst?

 

 

Sobald wir die Dinge ansehen, ihnen Raum geben, achtsam hinschauen und nicht mehr verdrängen, bekämpfen, wegdrücken, können die Dinge fließen. Ja stimmt, manche Dinge heilen/regeln sich dann von selbst (da ja Gesundheit in jeglicher Form ein Naturgesetz ist) und bei manchen Dingen bedarf es des In-Aktion-Tretens unsererseits.
 Der Aufwand zur Lösung von Schwierigkeiten oder zu Erreichung von Zielen sinkt insgesamt jedenfalls markant.

 

 

Die Verwandlung …

 

 

Wenn ich Dinge (auch Probleme und Schwierigkeiten) annehme und nicht dagegen kämpfe, dann dürfen sie durch mich hindurchfließen und die Heilung/Lösung ist auf dem besten Weg. Die Dinge, die schwierig sind, müssen in den Lauf des Lebens eintauche können, dann lösen bzw. regeln sie sich auch. Mach einmal den Versuch: Wenn Probleme da sind, dann geh mit ihnen und nicht dagegen. Wenn Schwierigkeiten da sind, bekämpfe sie nicht. Wenn du im Schlamm steckst, verfluche den Schlamm nicht. Schau, was du tun kannst, und tu es. Handle, wenn handeln angesagt ist, und handle nicht, wenn dein Tun nichts bringt – lerne nicht zu handeln, lerne zu warten. Wenn Probleme durch dein Tun noch schlimmer werden, dann lass dein Tun, nimm innerlich Abstand. Setz nicht deinen Kopf ein. Verliere keine Energie durch Druck, Unklarheit, Analyse, also durch deinen Ego-Verstand, denn das bedeutet Widerstand (Kampf).
 Dies ist das Geheimnis der Hingabe. Es ist die Verwandlung von einem Leben in Schwierigkeiten, Krankheit, Unglück in ein Leben in Freude, Friede, Gelassenheit, Ruhe, Souveränität, Erfolg, Gesundheit, Fülle und Wohlergehen.

 

 

Ich höre dich schon sagen …

 

 

Üblicherweise sagen die Menschen nach solchen Lektionen: „Wow, das ist aber schwierig, sich so zu verhalten, im Fluss des Lebens zu bleiben, keine Widerstände aufzubauen, das Leben in seiner Ganzheit zu erfassen und damit zu leben!“
Ja, stimmt. Oder nein, stimmt nicht. Wir müssen wieder zurück zum Ursprung. Back to the Roots. Mit all dem Wissen, und dem vielen Ego haben wir uns verrannt und uns von unserem wahren Selbst entfernt. Es ist nur einen Schritt von uns entfernt. Bewusste Aufmerksamkeit ist ein wichtiger Schlüssel.

 
Ich hör dich schon sagen: „Aber leicht ist das nicht.“
Gegenfrage: Ist es leicht, aufrecht zu gehen, Auto zu fahren, am Computer zu schreiben, zu kochen, ein Flugzeug zu fliegen, einen Betrieb zu führen, Volleyball zu spielen? Stimmt, Übung macht den Meister.

 
Ich wünsche dir viel Freude in deinem neuen Leben. Lebe!